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Grundschüler zeigen an Vorlesetag viel Fantasie und Kreativität

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Auf Kaperfahrt: Mit ihren »furchterregenden« Piratenmützen zeigen sich diese Erstklässler zum Kinderbuch »Käpt’n Knitterbart«. © Stefan Weil

Neuauflage einer gelungenen Aktion im Vorjahr: Mit Fantasie und Kreativität haben sich Schottener Grundschulkinder am Vorlesetag beteiligt und viele gute Ideen aus Büchern in die Tat umgesetzt.

In Anlehnung an den bundesweiten Vorlesetag, der alljährlich am dritten Freitag im November als »größtes Vorlesefest« in Deutschland begangen wird, hat die Schottener Grundschule einen Projekttag rund ums Lesen veranstaltet.

»Die Premiere im vergangenen Jahr hat viel Anklang bei den Schülern und dem Lehrerkollegium gefunden, sodass wir gerne eine Wiederholung organisiert haben«, erklärte Schulleiter Andreas Göbel.

Dabei wurde auf den üblichen Klassenverband verzichtet, wie Deutschlehrerin Cathrina Kristen berichtete, die die Gesamtleitung des Aktionstages innehatte.

»Die Kinder konnten sich, ihre Neigungen und Interessen entsprechend, in die angebotenen Leseprojekte einwählen.« Aus pädagogischen Gründen waren die Angebote jeweils auf die einzelnen schulischen Jahrgangsstufen bezogen.

Nach einem gemeinsamen Lied zum Auftakt verteilten sich die Mädchen und Jungen auf insgesamt 21 Gruppen, davon vier im Außenstandort in Rainrod.

Zu den betreuenden Lehrkräften gesellten sich noch Nicole Kapeller, die Leiterin der Stadtbibliothek, und Marianne Zimmer, die Vorsitzende der Schottener Ortsgruppe des Deutschen Kinderschutzbundes.

Für jede Gruppe war in der Vorbereitung auf den Projekttag ein Buch oder eine besondere Geschichte ausgewählt worden. Daraus wurde im Verlauf der Projektstunden vorgelesen und dann gemeinsam eine Projektidee abgeleitet, zu der die Kinder eigenes kreatives Tun entwickeln konnten.

Bunte Elefanten und mutige Piraten

In der Jahrgangsstufe eins hieß ein Thema »Elmar ist bunt«. Für die Erstklässler war es Aufgabe, bunte, einzigartige Elefanten in einer Dschungellandschaft mit Papier, Schere, Buntstiften und Klebstoff zu gestalten.

Bei »Käpten Knitterbart« wurden »furchterregende« Piratenmützen gebastelt. Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit Übungen zur Farbenlehre, und schließlich konnten einige Mädchen und Jungen den ganzen Vormittag mal richtig Pirat sein.

Cathrin Kristen widmete sich mit ihrer Zweitklässlergruppe der Einzigartigkeit jedes Menschen: »Ich bin anders als du - und das ist gut so.« Dazu bastelten die Kinder »magisch flatternde« Schmetterlinge.

An den bevorstehenden Winter erinnerte die Aufforderung »Komm mit auf die Eisscholle«. Hier erfuhren die Kinder viel Interessantes zum Leben der Pinguine. Dem kleinen Grolltroll, der einen Tag erlebt, an dem alles schief geht, waren die Kinder einer anderen Projektgruppe mit Malen und Spielen auf der Spur.

Drachen basteln und einen Sternenhimmel gestalten war eine weitere Aufgabe. In der Stadtbibliothek hatte Nicole Kapeller eine kleine Rallye organisiert und zum Buch »Lieselotte lauert« die Frage gestellt »Was macht eigentlich die Post?«

Die Jungen und Mädchen der dritten Jahrgangsstufe bastelten Schafmarionetten, bildeten ein Teekränzchen mit einem Stabpuppentheater, bastelten Häschen und Geschenke oder gestalteten Plakate zur Buchvorlage »10 Ideen für mehr Freundlichkeit«.

Comics und ein eigener Trickfilm

Die Viertklässler stellten Freundschaftsbündchen her, und die Gruppe von Marianne Zimmer konnte sich bei einer Kinderrechte-Rallye austoben.

In einem weiteren Projekt drehten Kinder mit schuleigenen Tablets einen Stop-Motion-Film, angelehnt an das Bilderbuch »Hallo, ich bin auch noch da!« Zunächst fotografierten sie mehrere Einzelmotive.

Die digitalen Bilder wurden dann, ähnlich wie bei einem Trickfilm, aneinandergereiht und ihnen damit »Leben« eingehaucht. Schöne fantasievolle Comics gestalteten die Flüchtlingskinder der Intensivklasse.

In den vier Gruppen in Rainrod wurde gebastelt, Porträts gemalt und in Sütterlinschrift mit Gänsefedern auf Schiefertafeln gemalt. Akzeptanz, Respekt und Freundschaft waren die Themen für die ältesten Kinder, die sie mit Spielen und Aktionen umsetzten.

Zum Abschluss des Projekttages durften alle Kinder ihren Handabdruck auf einem Rundholzpfosten hinterlassen. Der Pfosten wird als ein Beitrag der Grundschule auf dem Kreativpfad zwischen Rainrod und dem Nidda-Stausee installiert.

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