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Saxofonist lässt es krachen

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Markus Giegerich, Anselm Wild, Nadine Wopp und Achim Farr (v. l.) sorgen für einen gelungenen Abend. © Michael Giers

Gedern (mig). Es war nicht allein die Hommage von Cover-Sänger Anselm Wild an den großen Udo Lindenberg mit seiner unverkennbaren Panik-Stimme, die jüngst in der Kulturremise in Gedern zu einem stilvollen Adventskonzert avancierte.

Denn zu den sanften Balladen und hintergründigen Songs, bei denen Wild quasi komplett zu Lindenberg mutierte, so als stünde die Hamburger Rock-Ikone selbst auf der Bühne, gesellten sich zwei Künstler, die dem Auftritt zusätzlich eine ganz besondere Note verliehen.

Sängerin Nadine Wopp aus Bad Nauheim wurde beim gemeinsamen Vortrag zur ebenbürtigen Partnerin. Sie überzeugte mit ihrer ausgeprägten Stimme und Tonlagen, die bestes Chanson-Feeling entstehen ließen. Das lag auch daran, dass sich die Sängerin der musikalischen Begleitung von Pianist Markus Giegerich professionell anpasste und somit hohe Qualität den Abend bestimmte.

Das Publikum nahm das bestens an. Veranstalterin Dörthe Herrler (Verein »Kulturfreunde Galerie am Alten Markt«, Ortenberg) hatte die Zahl der Besucher wegen der Corona-Pandemie auf 40 begrenzt, die zudem noch nachweisen mussten, dass sie geimpft oder genesen sind. So entstand im Auditorium eine geschlossene, private Atmosphäre, die Leistungen auf der Bühne wurden mit viel Beifall belohnt.

Das geschah jedoch in Steigerungsraten, denn die anfängliche Weihnachtsgeschichte mit Songs wie »Good Life City« oder »Gegen die Strömung« und »Wir ziehen in den Frieden« sorgten, dem Thema entsprechend, eher für nachdenkliche Stimmung.

Publikum von Soli begeistert

Nach einer kurzen Konzertpause ging es turbulenter zu. Einen großen Beitrag dazu lieferte jemand, der wie bestellt zum Trio gestoßen war: Saxofonist Achim Farr ließ es richtig krachen. Der Mann von der Frankfurt »City Blues Band«, der früher mit den »Rodgau Monotones« unterwegs war, begeisterte das Publikum mit seinen Soli, etwa bei »Über sieben Brücken« oder »Candy Jane«.

Bei den Zugaben setzte Achim Farr noch eins drauf, wobei Anselm Wild weiter den Ton angab, sodass insgesamt ein Konzert über die Bühne ging, das viele erhellende Akzente in einer für Kulturtreibende schweren Zeit setzte. Für Veranstalterin Dörthe Herrler war es in der Kulturremise ein Abend, der zum Auftakt an neuer Wirkungsstätte vielversprechende Zukunftsperspektiven eröffnete.

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