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Gedenken und anerkennende Worte

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Ehrenbeamte: Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst verabschiedet und ernennt Feuerwehrmänner. © TPG

Reichelsheim (tpg). In der öffentlichen Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstagabend sind zwei Feuerwehrmänner zu Ehrenbeamten ernannt und ein weiterer Feuerwehrmann ehrenvoll verabschiedet worden.

Der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Weckesheim, Felix Bauer, und sein Stellvertreter Christoph Mack wurden von Bürgermeisterin Lena Herget-Umsonst zu Ehrenbeamten erkoren. Jan Hendrik Giese wurde aus dem Ehrenbeamten-Verhältnis verabschiedet. Herget-Umsonst unterstrich, die Ernennung sei für sie eine besonders ehrenvolle Aufgabe.

Die Sitzung hatte zuvor mit zwei Gedenkminuten begonnen. Dr. Erich Sehrt, der langjährige CDU-Fraktionsvorsitzende, war am 29. März für viele Bürger überraschend verstorben. Für sein hohes gesellschaftliches Engagement wurde Sehrt 1993 der Landesehrenbrief verliehen; 1997 wurde er zum Ehrenstadtverordneten ernannt. »Wir trauern zutiefst über seinen viel zu frühen Tod und werden ihm stets ein ehrenvolles Andenken bewahren«, betonte Stadtverordnetenvorsteher Holger Strebert.

Die zweite Gedenkminute wurde für die Opfer des russischen Krieges gegen die Ukraine eingelegt. »Ich hoffe, dass die Verursacher dieses Krieges endlich zur Vernunft kommen und diesem Krieg ein Ende bereiten«, sagte Strebert.

Defibrillatoren in Sportstätten

Anschließend stimmten die Stadtverordneten der Beschlussvorlage »Defibrillatoren in Sportstätten« zu. Dabei folgten sie einstimmig dem Antrag der SPD-Fraktion. Der Magistrat soll demnach prüfen, ob an allen städtischen Sportplätzen ein Defibrillator installiert werden kann. Es solle berücksichtigt werden, wo man die Defibrillatoren aufhängt und ob gegebenenfalls Schulungen notwendig sind. Auch Fördermittel und eine Kooperation mit Sportvereinen sollen geprüft werden. Durch die breite Installation der Geräte soll das Leben gefährdeter Menschen besser geschützt werden. Denn durch den Einsatz eines Defibrillators könne die Überlebenschance bei einem Herzstillstand von fünf Prozent ohne Gerät auf 60 Prozent erhöht werden.

Eine weitere Beschlussvorlage, der einmütig zugestimmt wurde, betrifft die Prüfung barrierefreier Zugänge der öffentlichen Plätze und Gebäude. Der Antrag war von der CDU-Fraktion eingereicht worden. Demnach sollen im kommenden Haushaltsjahr 5000 Euro bereitgestellt werden, um in allen Stadtteilen ein gesamtstädtisches Inklusionskonzept zu erstellen. Dieses soll dann der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt werden.

Wohnraum für Geflüchtete gesucht

Während der Sitzung ging Bürgermeisterin Herget-Umsonst auch auf die aktuelle Anzahl der Flüchtlinge in Reichelsheim ein. Derzeit gebe es 31 Geflüchtete aus der Ukraine im Stadtgebiet, davon seien elf Personen kommunal untergebracht, der Rest lebe in privaten Unterkünften. Reichelsheim bekomme wöchentlich eine Zuweisung des Wetteraukreises von zehn bis zwölf Flüchtlingen. »Wir haben zu wenig Wohnraum, unser Notfallwohnungen sind nahezu voll belegt. Wenn Sie jemanden kennen, der Wohnraum zur Verfügung hat und diesen vermietet, wenden sie sich bitte an die Stadt«, bat Lena Herget-Umsonst.

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