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Ober-Mockstadts Wehr nun bestens gerüstet für den Einsatz

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Nun geht das neue Einsatzfahrzeug auch offiziell in den Besitz der Ober-Mockstädter Feuerwehr über. Darüber freuen sich bei der Schlüsselübergabe (v. l.): Erster Beigeordneter Gerhard Stroh, Parlamentsvorsitzender Günther Ruppert, Wehrführer Tim Kipper und sein Stellvertreter Tobias Ott, Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel, Ortsvorsteher Christian Loh, Gemeindebrandinspektor Frank Kraft und dessen Stellvertreter Markus Wickl. FOTO: SCHNEIDER © Ingeborg Schneider

Ober-Mockstadts Feuerwehr hatte gleich doppelt Grund zur Freude. Nach zwei Jahren Corona-Pause konnte man das Vatertagsgrillfest wieder feiern und hat nun auch ein neues Einsatzfahrzeug.

Ober-Mockstadt (mü). Unter großer Beteiligung der Bevölkerung und benachbarter befreundeter Wehren hat die Freiwillige Feuerwehr Ober-Mockstadt beim traditionellen Vatertagsgrillfest im Breul ihr neues Mittleres Löschfahrzeug (MLF) eingeweiht und in Dienst gestellt. Im Zentrum aller Ansprachen, die vor der symbolischen Schlüsselübergabe durch Ranstadts Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel gehalten wurden, standen die vielseitigen Aufgaben moderner Feuerwehren und der hohe Stellenwert, den deshalb ein allseitig ausgerüstetes Fahrzeug auf dem modernsten Stand der Technik für die jeweilige Wehr und für die Hilfsbedürftigen in allen Brand-, Not- und Katastrophenlagen besitzt.

Dank an Verwaltung für Unterstützung

Wehrführer Tim Kipper und sein Stellvertreter Tobias Ott hoben vor allem die Unterstützung der Gemeindeverwaltung, vertreten durch Martina Grauling, in allen Fragen der Finanzierung und der Beantragung sowie die kompetente Beratung in Sachen Aufbau und Ausrüstung des neuen Fahrzeugs durch Christof Schultheiß von der Feuerwehr Nidda hervor. Dieser berät unter anderem auch die Berufsfeuerwehr Leipzig in Wahl und Ausstattung ihrer Fahrzeuge. Schultheiß stellte den Kontakt zum Feuerwehrausrüster Ziegler her, der das Neufahrzeug Mitte März nach Ober-Mockstadt lieferte. »Mit einem Gewicht von 8,8 Tonnen, 220 PS und einem Löschwassertank von 1000 Litern Fassungsvermögen verfügt unser neues MLF zudem über einen aufklappbaren Beleuchtungsturm mit LED-Scheinwerfern sowie über eine perfekte Ausrüstung für technische Hilfsleistungen, wie Geräte zum Spreizen und Schneiden, eine Säbelsäge sowie eine autonome Stromversorgung beziehungsweise die Möglichkeit zum Akkubetrieb«, erläuterte Kipper. »All dies ist kein Luxus, sondern entspricht exakt dem, was die Wehren heute vielfach vor Ort benötigen, um ihren Aufgaben Löschen, Retten, Bergen und Schützen nachkommen zu können.«

Mehr Sicherheit für die Bürger

Als Dienstherrin der Wehr betonte Cäcilia Reichert-Dietzel ebenfalls die Notwendigkeit, im Ernstfall »vor die Lage zu kommen«, statt ihr hilflos ausgeliefert zu sein. In einer Zeit vieler Unsicherheiten und Ängste vor Kriegen, Katastrophen und Unwettern biete eine gute technische und personelle Ausrüstung der heimischen Feuerwehr ein Stück Sicherheit, das es an diesem Tag mit dem nach zwei Jahren Pandemie zum ersten Mal wieder stattfindenden Vatertagsfest zu feiern gelte. »Ihr seid ein zentraler Bestandteil im Netzwerk des regionalen und überregionalen Brandschutzes«, rief sie den Ober-Mockstädter Kameradinnen und Kameraden zu und gratulierte ihnen gleichzeitig zum kürzlichen Gewinn des Kreismeistertitels bei den Leistungsübungen der Feuerwehren. »Ihr habt mit einer Punktzahl von 100 Prozent abgeschnitten - und das ist typisch für euch, die ihr immer zu 100 Prozent alles gebt. Möge nun euer neues Fahrzeug auch bald ein bleibendes Zuhause im geplanten neuen Feuerwehrhaus finden.«

Weitere Grußworte sprachen Ortsvorsteher Christian Loh, Ranstadts Gemeindebrandinspektor Frank Kraft, Stadtbrandinspektor Markus Albus aus Florstadt sowie Friedhelm Schmidt, Wehrführer der benachbarten Freiwilligen Feuerwehr Nieder-Mockstadt. Für die evangelische Kirchengemeinde Ober-Mockstadt erinnerte Pfarrer Manuel Eibach daran, dass man das erste Vatertagsfest im Breul 1974 aus Anlass der Anschaffung des Vorgänger-Löschfahrzeugs feierte. Vor dem Segen für die Feuerwehrleute zitierte er den Korintherbrief mit seiner Darstellung der Gemeinde als lebendigem Organismus, in dem nach dem Willen Gottes jeder Teil seine Aufgabe zum Wohle des großen Ganzen wahrnehmen solle. »Ein Anliegen, das die Einsatzkräfte der Feuerwehr im Dienst tätiger Nächstenliebe wahrnehmen und erfüllen.« Auch der katholische Amtskollege Hippolyte Mantuba sprach Segensworte und Fürbitten für Fahrzeug und Mannschaft und besprengte den neuen Löschwagen mit Weihwasser.

Im Anschluss erfolgte die offizielle Schlüsselübergabe und die Eröffnung des fröhlichen Grillfests. Bis zum Abend fanden sich immer wieder Gruppen von Feuerwehrkollegen und interessierte Gäste rund um das neue Fahrzeug ein und ließen sich dessen umfangreiches Innenleben erläutern.

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