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Auftakt zur Sicherung der Bellmuther Brücke

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Mit einem Spatenstich starten Bauleiter Markus Becker, Karl-Heinz Hoppe von der Ranstädter Bauverwaltung, Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel, Jörg Rudolph vom Ingenieurbüro Zick-Hessler, Ortsvorsteherin Carola Schorer-Lenz und Ortsbeirat Ralf Altvatter (v. l.) die Bellmuther Brückensanierung. © pv

Mit einem Kostenvolumen von rund 440 000 Euro wird die denkmalgeschützte Brücke in Bellmuth nun saniert. Kürzlich starteten die Arbeiten mit einem ersten Spatenstich.

Bellmuth (mü). Kürzlich fand der offizielle Spatenstich zur Sanierung der denkmalgeschützten Brücke im Ranstädter Ortsteil Bellmuth statt. Gemeinsam mit der in unmittelbarer Nähe befindlichen Kapelle, dem Backhaus und der Bachmauer bilden diese historischen Bauwerke ein Ensemble im Dorfmittelpunkt und sind auch als Ganzes denkmalgeschützt.

Die Brücke dient bis heute noch zur Überquerung des Laisbachs. Errichtet wurde sie um 1730 aus Sandstein als Bogenbrücke mit zwei Rundbögen. Die Gesamtspannweite beträgt circa acht Meter, die Brückenbreite etwa 4,90 Meter.

440 000 Euro an Baukosten

In der Vergangenheit fanden bereits verschiedene Reparaturmaßnahmen an der Brücke statt, die aber keine dauerhafte Lösung darstellten. Bereits vor zehn Jahren fassten daher Ortsbeirat und Gemeinde den Beschluss, eine Komplettsanierung vorzunehmen. Die Umsetzung erfolgt erst jetzt, da in den vergangenen Jahren die notwendigen finanziellen Mittel, bedingt durch andere wichtige infrastruktuelle Baumaßnahmen, nicht bereitgestellt werden konnten.

2021 erstellte man die Sanierungsplanung, setzte die Baukosten mit rund 440 000 Euro fest und beantragte alle Genehmigungen. Alle beteiligten Behörden hätten sehr kooperativ mitgewirkt, sodass in relativ kurzer Zeit sämtliche Genehmigungen und der Förderbescheid an die Gemeinde übergeben werden konnten, erläutert Karl-Heinz Hoppe für die Bauverwaltung der Kommune in einer Pressemitteilung. Ziel der Sanierungsarbeiten sei es, das Gesamtbauwerk optimal zu sichern, ohne dabei sein äußeres Aussehen zu verändern.

Entlastung für Rundbögen

Im Zuge der Arbeiten entfernt man zunächst das Basaltpflaster mit Unterbau. Danach wird eine bewehrte Stahlbetondecke als neues Tragelement über die Auflager gegossen. Durch diese Konstruktion werden die vorhandenen Bögen statisch entlastet. Anschließend wird eine Asphaltschicht zum Schutz gegen Tausalz auf der neuen Decke aufgebracht. Und zum Abschluss der Arbeiten wird dann die Fahrbahnoberfläche mit dem vorher ausgebauten Basaltpflaster wieder gemäß dem alten Bestand gestaltet. Die Bögen werden in den Fugenbereichen mit entsprechendem Material saniert. Somit gewährleistet man einerseits, dass sich das historische Bild des Bauwerks nicht verändert, es aber andererseits neu stabilisiert und für die Zukunft bewahrt wird.

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