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Große Glücksmomente im Bürgerhaus

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Von: red Redaktion

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Brachten endlich wieder den Jazz nach Ortenberg: Dirk Raufeisen (l.) und Götz Ommert. © pv

Ortenberg (red). »Endlich wieder Jazz in Ortenberg« - mit dieser Freude strömte das Publikum ins Bürgerhaus. Dorthin hatten die Kulturfreunde Galerie am Alten Markt zu einem Konzert mit den Spitzenmusikern Dirk Raufeisen und Götz Ommert eingeladen. Was sich dann im voll besetzten Bürgerhaus abspielte, war mehr als ein Jazzkonzert: Es war ein Fest der brillanten Jazzmusik, der großen Wiedersehensfreude und der hinreißenden Virtuosität.

Sie hatten sich alle eingefunden, die Freunde des Jazz, so auch ehemalige Mitglieder des legendären Jazz-Club Ortenberg und natürlich auch Uli Heck, dem Dirk Raufeisen einmal mehr dankte, dass er unermüdlich über Jahrzehnte hinweg den Jazz nach Ortenberg holte - eine Tradition, die von den Kulturfreunden immer mal wieder gerne aufgegriffen wird.

Musikalische Überraschungen

Das Duo startet mit dem Symbol der Swing-Ära »Take the A Train« und wird sofort vom Publikum begeistert gefeiert. Da sind zwei an ihren Instrumenten, mit unglaublicher Power und Spielfreude, die mit jedem Ton direkt faszinieren, auf musikalisch höchstem Niveau.

Gleich beim zweiten Stück, »Nigerian Marketplace« von Oscar Peterson brilliert Götz Ommert am Kontrabass - und so wechselt sich das unglaublich gut harmonierende Duo mit musikalischen Überraschungen für das Publikum in schneller Folge ab. Beim folgenden »Stormy Monday Blues« spielt Raufeisen nicht nur am Flügel, sondern singt außerdem - und moderiert das Konzert locker, berichtet, dass Götz Ommert und er schon 34 Jahre zusammenspielen. So präsentieren die beiden auch »Perdido«, was früher das Eröffnungsstück der Jazzfingers war, und lassen weitere mitreißende Highlights der Jazzmusik folgen. Das erste Set beschließt das Duo mit dem Peterson-Klassiker »The Cakewalk«, mit einem unglaublichen Pianopart von Raufeisen.

Premiere mit Beatles-Song

Nach der Pause zaubern die beiden weiter an ihren Instrumenten, begeistern mit »Can’t buy me love« von den Beatles, mit »Sentimental Journey« und weiteren Jazz-Feuerwerken. Das Publikum swingt, schnippst und klatscht längst begeistert mit - und dann kommt es sogar zu einer Premiere: »When I’m 64« wird vom Duo das erste Mal gespielt, in Ortenberg - und mit »Au Privave«, bei dem das Thema unisono von Bass und Piano gespielt wird und beide ausgiebig ihr Können unter Beweis stellen, nähert sich das Konzert dem Ende.

Doch das Publikum lässt das Duo nicht gehen, und so folgen noch »I want to be happy« mit begeisternden Bass- und Piano-Soli sowie »Oh when the Saints«. Große Glücksmomente wurden während des mehr als zweistündigen Konzertes dem Publikum vermittelt - und so konnte das Publikum, nachdem es endlich wieder großartigen Jazz in Ortenberg gab, glücklich erfüllt in den späten Abend entlassen werden.

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