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In Nidda beginnt Ausbau des Glasfasernetzes

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Spatenstich mit Schmackes: Beim symbolischen Start fliegen die Erdbrocken. © Elfriede Maresch

In Nidda beginnt am Dienstag der Ausbau des Glasfasernetzes durch die Deutsche GigaNetz. Der Abschluss wird für Ende 2023 anvisiert.

Nidda (em). Von »einem kleinen Schritt für uns, aber einem großen für die Großgemeinde« sprach Niddas Bürgermeister Hans-Peter-Seum (parteilos) am Dienstag beim ersten Spatenstich für den Ausbau des Glasfasernetzes, bei dem Leitungen von einem zentralen Punkt in der Innenstadt bis in die Häuser der 18 Stadtteile gelegt werden sollen. Strecken von insgesamt 140 Kilometern Länge müssen dabei bewältigt werden.

In der Nähe des Feuerwehrstützpunktes war es gar nicht so einfach, einen Parkplatz zu finden. Viele waren zum symbolischen Auftakt gekommen, darunter der Erste Beigeordnete des Regionalverbands FrankfurtRheinMain, Rouven Kötter, der Erste Stadtrat Thomas Repp, Mitglieder des Magistrats und der Stadtverwaltung, Ortsvorsteher und Ortsbeiratsmitglieder.

Wichtige Ansprechpartner waren Führungskräfte der Deutschen GigaNetz, dem für den Ausbau des Netzes verantwortlichen Unternehmen. Auf der Wiese neben dem Feuerwehrstützpunkt, wo ein kleiner Bagger Vertiefungen aushob, wird später der Hauptverteiler stehen. Sternförmig werden von dort aus die Leitungen in alle Richtungen gehen.

Bürgermeister Seum sagte: »Wir stellen hier die Weichen für ein Highspeed-Netz der Zukunft. Es entsteht eine Datenautobahn, die Arbeitsplätze in unserer ländlichen Region schafft und erhält, das Arbeiten im Homeoffice erleichtert und den Bürgerinnen und Bürgern die Chance zur optimalen Nutzung bietet. Die bisherige Leistung hätte dafür langfristig nicht mehr genügt.« Der Rathauschef dankte den Ortsbeiräten, die im Vorfeld viel Überzeugungsarbeit geleistet hätten, und hoffte, dass sich noch mehr Bürger zur Nutzung des Angebots entschließen.

Kötter verglich die Versorgung mit Glasfaserleitungen mit dem Ausbau des elektrischen Netzes vor 100 Jahren und sprach von einem »Startschuss für die Zukunft«. Der Regionalverband Rhein-Main arbeitet beim Ausbau der GigaBit-Region mit der Deutschen GigaNetz zusammen. Nidda als Mitglied des Regionalverbandes und der GigaBit-Region sei daher Teil einer starken Partnerschaft.

Stefan Klieser, Vertriebsleiter der Deutschen GigaNetz, dankte der Kommune für die gute Kooperation im Vorfeld und betonte: »Niddaer Nutzer werden damit zu den ersten zehn Prozent der Bundesbürger gehören, die über FTTH-Anschlüsse verfügen. Das steht für Fibre to the Home, also Anschlüsse bis ins Haus hinein. Das ist der Unterschied zu FTTC, Fibre to the Curb, bei dem die Leitungen nur bis zu den Hauptverteilern in den Straßen gehen.« Die Vermarktung gehe weiter, sagte er und wies auf die Beratung für noch Unentschlossene und die Seite www.deutsche-giganetz.de/nidda hin.

Piero Irrera, Regionalleiter Mitte der Deutschen GigaNetz, zeichnete die Entwicklung vom ersten Kontakt mit der Stadt über die große Infoveranstaltung im Mai 2021 und vielfältige Beratungsangebote nach. Er erwähnte die erfreulich starke Beteiligung in den Stadtteilen, die eher zurückhaltende in der Kernstadt und betonte das Solidaritätsprinzip, das unverzichtbar für das große Vorhaben sei.

Michael Käufer, Bereichsleiter Baumanagement der Deutschen GigaNetz, erläuterte: »Die Planung und die Umsetzung vor Ort erfolgen durch die Firmen Vitronet Projekte GmbH und Bergert Hoch- und Tiefbau GmbH, einem Teil der Vitronet-Gruppe.« Im ersten Schritt, der Ende März/Anfang April beginne, würden Rohrsysteme verlegt und Verteilerkästen aufgebaut sowie parallel dazu die Hausanschlüsse eingerichtet. Der Abschluss des Ausbaus sei für Ende 2023 angedacht. Es gehe um ein Kostenvolumen im zweistelligen Millionenbereich. Eigenwirtschaftlich erbracht, stelle das eine bedeutende Investition der Deutschen GigaNetz für Nidda dar.

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