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Für mehr Leichtigkeit im Leben: TSC Schwarz-Gelb Nidda feiert 50. Geburtstag

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Sind stolz auf die erfolgreiche Vereinsgeschichte: unter anderem Madeleine Unger (l.), Herbert Sauer (Mitte), Lena Kraft (4. v. r.) und Robert Kotzmann (3. v. r.). © Ingeborg Schneider

Mit einem schwungvollen und vielfältigen Festakt hat der Tanzsportclub (TSC) Schwarz-Gelb Nidda im Bürgerhaus seinen 50. Geburtstag gefeiert.

VON INGE SCHNEIDER

Nidda. Mit einem schwungvollen und vielfältigen Festakt hat der Tanzsportclub (TSC) Schwarz-Gelb Nidda im Bürgerhaus seinen 50. Geburtstag gefeiert. In ihrer Begrüßungsansprache blickte Vorsitzende Lena Kraft auf die Durststrecke der Pandemie zurück. »Wir sind froh, dass wir den Tanz nach den jüngsten Lockerungen wieder als die Kontaktsportart ausüben können, die er wesentlich ist«, sagte Kraft.

Sie betonte, wie sehr der TSC bis heute ein Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen gewesen sei. So hätte TSC-Trainerin Jacqueline Unger aktuell drei ukrainische Kinder unter ihre Fittiche genommen, die in ihrer Heimat auf Turnierniveau getanzt hätten. »Möge der Tanz den drei Kindern und uns allen Leben, ein wenig Leichtigkeit und ein Licht der Hoffnung sein«, rief Kraft aus.

Umrahmt von den Grußworten der beiden Bürgermeister Thorsten Eberhard (Nidda) und Guido Kempel (Gedern), die vor allem die Bedeutung des TSC für das Gemeinschaftsleben ihrer Kommunen hervorhoben, outete sich Landrat Jan Weckler als begeisterter Tänzer, der es in seiner Jugend bis zur Latein-Turnierformation gebracht habe und heute »Let’s dance« verfolge, wenn es seine Zeit erlaube. »Tanz ist ein hohes Kulturgut und mit seiner allseitigen Einbindung von Körper, Seele, Geist und Sozialleben geradezu eine Blaupause für gelingendes Leben - als Einzelperson und als Gesamtgesellschaft«, so der Landrat.

Ehrenbrief für Robert Kotzmann

Umso größer sei seine Freude, den Ehrenbrief des Landes Hessen an den ehemaligen TSC-Vorsitzenden Robert Kotzmann übergeben zu können, der die Geschicke des Vereins von 2002 bis 2016 lenkte und in dieser Zeit eine Verdoppelung der Mitgliederzahl auf heute 200 erreichte, wie Weckler unterstrich. »Neben der langen Zeit an der Spitze waren Sie zuvor drei Jahre als Schriftführer und ab 2016 beratend als stellvertretender Vorsitzender tätig«, so Weckler. »Ihr Engagement ist ein Geschenk für unsere ganze Region.« Robert Kotzmann dankte in seiner Entgegnung wiederum seiner Ehefrau Gabriele, die er als Sportwartin stets an seiner Seite gewusst habe, sowie allen Vorstandskollegen und Mitgliedern.

Als Vizepräsident des Hessischen Tanzsportverbandes attestierte Wolfgang Thiel dem TSC in seiner Festansprache eine große Strahlkraft, allein durch die hohe Zahl der Mitglieder und das Angebot von 17 Kursen und Gruppen unterschiedlichster tänzerischer Stilrichtung. »Tatsächlich habe ich mich gefragt, wie Sie das alles organisatorisch, zeitlich und finanziell unter Dach und Fach bekommen«, verriet Thiel. »Doch ich denke, ich kann das Geheimnis lüften: Sie haben einen Vorstand, in dem acht Frauen und nur zwei Männer vertreten sind. Dies steht für eine exzellente Kommunikations-, Organisation- und Improvisationsfähigkeit, entspricht in etwa dem realen Geschlechterverhältnis zwischen unseren Tänzerinnen und Tänzern - und sollte auch in den höheren Rängen des Tanzsportverbandes Schule machen«, sagte Thiel, bevor er eine Ehrenurkunde zum 50-jährigen Vereinsbestehen an Lena Kraft überreichte.

Erinnerungen an die Anfänge

An die Anfänge des TSC Schwarz-Gelb erinnerte Gründungsvorsitzender Herbert Sauer in einer berührenden Ansprache, Grüße des befreundeten TSC Rot-Gold Büdingen überbrachte dessen Vorsitzender Helmut Stamm. Zum Abschluss des offiziellen Teils überreichte Lena Kraft eine Ehrenurkunde und -nadel des Landessportbundes an die langjährige Trainerin, Jugendwartin, Organisatorin des Tanzkreises Gedern und jetzige Vorstandskollegin Madeleine Unger.

Tänzerisch umrahmt wurde der Festakt durch eindrucksvolle Tanzperformances der Lateinformation um Jacqueline Unger, des Duos Tami Reinemer und Tamina Kipper im Contemporary Dance sowie des Tango-Argentino-Paares Roland Girards (Trainer) und Hanna Prautzsch. Im Eingangsbereich des großen Saales ließ eine opulente Ausstellung mit Fotos, Dokumenten und Kostümen die TSC-Geschichte lebendig werden.

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Die Lateinformation mit Jacqueline Unger, Madeleine Unger, Selina Remiger, Anja Greb, Sally Riemann und Alina Reinemer. © Ingeborg Schneider

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