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Ein starkes Team in Eichelsdorf sorgt für weitere Impfmöglichkeiten

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Über die beiden gelungenen Impfaktionstage im Eichelsdorfer Bürgerhaus freut sich das Impfteam aus dem Dorf. Am Ende gibt es eine großzügige Spende an die Kinderklinik. © Stefan Weil

400 Immunisierungen und eine Spende über 10 000 Euro für ein Kinderkrankenhaus kamen durch den zweiten Aktionstag zustande.

Eichelsdorf (sw). Zum zweiten Mal wurde im Bürgerhaus in Eichelsdorf eine große Impfaktion gegen Corona durchgeführt. Ermutigt durch den überwältigenden Erfolg des ersten Impftermins am letzten Samstag im November des alten Jahres hatte sich die Gruppe aus Freunden und Bekannten des dörflichen Umfeldes von Dr. Wieland Spengel, der Freiwilligen Feuerwehr Eichelsdorf, dem Jugendclub sowie der Familien dazu entschlossen, einen zweiten Termin zu planen.

Alle Beteiligten, die bei der ersten Aktion schon dabei waren, signalisierten sofort ihre Bereitschaft, sich wieder einbringen zu wollen. »Das Engagement erfolgte spontan aus vollem Herzen und unentgeltlich. Hier sehe ich eine intakte dörfliche Gemeinschaft, die es zu pflegen und auch einmal öffentlich hervorzuheben gilt«, betont Hausarzt Wieland Sprengel.

Helfer im Dienst für die Allgemeinheit

Mehr als 20 Personen, darunter viele junge Leute aus unterschiedlichsten Berufsrichtungen hätten sich an zwei Wochenenden unentgeltlich in den Dienst der Allgemeinheit gestellt, um vielen Menschen eine Impfung gegen Covid-19 zu ermöglichen. »Dieses Engagement steht im deutlichen Kontrast zu den Menschen, die für nicht gefährdete Bürgerrechte auf die Straße gehen und die aus medizinischer Sicht gebotenen Möglichkeiten verweigern.«

Es sei darüber hinaus ein Bedürfnis der Aktionsgemeinschaft gewesen, kleinen Kinder zu helfen und zu unterstützen, die lebensbedrohlich erkrankt sind und stationär auf der Station Peiper in der Gießener Uniklinik behandelt werden müssen. »Ihnen eine Freude zu bereiten und ihre Lebensumstände nach Möglichkeit zu erleichtern, ist uns ein besonderes Anliegen. Daher haben wir uns zu der Spende entschlossen.« Insgesamt kam ein Betrag von 10 145 Euro zusammen.

Dem Impftag war eine intensive Planung von über einem Monat vorausgegangen. Eines der größten logistischen Probleme sei es wieder gewesen, ausreichend Impfstoff vorzuhalten, was aber gelungen sei. Das Team habe sich auch über die Unterstützung von Bürgermeister Hans-Peter Seum gefreut, der wie beim ersten Mal voll hinter der Aktion gestanden habe.

Die Resonanz war allerdings geringer als am ersten Adventswochenende. Damals ließen sich 1350 Menschen impfen. Diesmal waren es etwas mehr als 400 Impflinge einschließlich 25 Erstimpfungen, darunter auch Kinder ab zwölf Jahren. »Es ist augenblicklich eine gewisse Impfmüdigkeit festzustellen«, sagte Wieland Sprengel. Das hatte bereits der Wetterauer Amtsarzt, Dr. Reinhold Merbs, beklagt.

Der Eichelsdorfer Hausarzt freut sich trotzdem über die gelungene Aktion. Dazu trug der erneut reibungslose Ablauf und die perfekte Organisation bei. »Unser Bestreben, im Sinne des Bundesgesundheitsministeriums möglichst viele Bürger in einen höheren Impfstatus zu bringen, war vorrangig und ist uns auch in etwa gelungen, wenn wir auch zu weitaus höheren Impfzahlen fähig gewesen wären«, betont Wieland Sprengel.

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