1. Startseite
  2. Lokales
  3. Nidda

CDU- und SPD-Bewerber wollen in Nidda nochmals alle Kräfte mobilisieren

Erstellt:

Von: Petra Ihm-Fahle

cwo_IHMbgmwahl_180122_4c
Die erste Hürde ist genommen: CDU-Kandidat Thorsten Eberhard (2. v. r.) hat die erste Runde der Bürgermeisterwahl in Nidda klar gewonnen. Mit ihm freuen sich (v. l.) Kreisvorsitzende Lucia Puttrich, Ehefrau Tamara Eberhard und Niddas Unions-Vorsitzender Matthias Walther. © Petra Ihm-Fahle

Am 30. Januar wählt Nidda einen neuen Bürgermeister. Die Kandidatenlager wollen nun nochmals alle Kräfte mobilisieren, denn jede Stimme zähle, so die Einschätzung verschiedener Lokalpolitiker.

Nach der Bürgermeisterwahl in Nidda äußern sich Kommunalpolitiker zum Ergebnis für CDU-Mann Thorsten Eberhard (45,54 Prozent), Sozialdemokrat Thomas Eckhardt (28,41 Prozent) und die ausgeschiedene Susanne Repp von der BürgerListe (26,05 Prozent).

Bürgermeister Hans-Peter Seum (parteilos) dankt der Kandidatin und den Kandidaten für den fairen Wahlkampf. »Ich freue mich, dass sich drei Kandidaten bereit erklärt haben, sich zu bewerben, und das mit großem Einsatz getan haben.« Das sei angesichts der großen Herausforderungen des Amts nicht selbstverständlich. Insofern hätten die Bürgerinnen und Bürger eine Auswahl gehabt.

Vor allem von den Christdemokraten kommen positive Stimmen zur Wahl. Lucia Puttrich, Vorsitzende der CDU Wetterau, erklärt: »Dieses Ergebnis ist eine ausgesprochen gute Grundlage, um in die Stichwahl zu kommen. Es geht nun darum, dass Thorsten Eberhard in den nächsten zwei Wochen noch mal richtig engagiert zeigt, wofür er steht, für ein familienfreundliches Nidda.« Puttrich bezeichnet Eberhard als »Mensch, der in der Blüte seines Lebens steht und noch viel vor- und viele Ideen für Nidda hat«.

Niddas CDU-Vorsitzender Matthias Walther ist sehr stolz auf das Ergebnis: »Wir als CDU-Stadtverband sind sehr froh, dass wir so einen hervorragenden Kandidaten präsentieren konnten und die Bürgerinnen und Bürger diese Wahl honoriert haben.« Die CDU Nidda hoffe, sie in den kommenden zwei Wochen von Thorsten Eberhard überzeugen zu können.

Auch Adelheid Spruck, stellvertretende Vorsitzende CDU Nidda, freut sich über den »fair geführten Wahlkampf und das hervorragende Ergebnis für Thorsten Eberhard«. Der Kandidat habe »überparteilich große Zustimmung erfahren«. Jetzt gelte es, nicht nachzulassen und sich auf den Endspurt zu fokussieren. »Dann hat er am 30. Januar beste Chancen, die Wahl zu gewinnen.«

Wie die SPD-Kreisvorsitzende Lisa Gnadl hervorhebt, habe der SPD-Bewerber Thomas Eckhardt einen sehr intensiven Wahlkampf geführt, auch mit neuen Elementen wie digitalen Veranstaltungen, dem Bereisen aller Stadtteile mit dem Wohnmobil oder mit pandemiegerechten Treffpunkten im Freien. »Es war für uns ein wichtiges Etappenziel, in die Stichwahl zu kommen. Und jetzt gilt es, die nächsten Wochen ganz intensiv zu nutzen, mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen und dafür zu werben, zur Wahl zu gehen«, betont Gnadl. Sie sei sehr von Eckhardt überzeugt, der kompetent, kommunalpolitisch versiert und aufgrund seines beruflichen Werdegangs auch führungserfahren sei. »Er spricht wichtige Themen an, die für die Menschen in Nidda relevant sind, wie Klimaschutz, Mobilität, bezahlbares Wohnen und Nidda als Familienstandort.« Eckhardt sei der Richtige für die Stadt.

Auch Niddas SPD-Vorsitzende Christine Jäger unterstreicht: »Wir haben unser Etappenziel erreicht, nun heißt es, 14 Tage noch mal zu mobilisieren. Die Karten werden neu gemischt.« Wichtig sei es, eine Verbesserung der Wahlbeteiligung zu erreichen.

Bernd Schoeps, Stadtrat der BürgerListe (BL), ist enttäuscht über das Ausscheiden von Susanne Repp. »Ich finde das Ergebnis für sie persönlich und die BL enttäuschend, wir hatten uns mehr erwartet.« Der Wählerwille sei aber zu re-spektieren und das werde die BL tun. »Susi Repp hat sich unglaublich engagiert und auch thematisch Schwerpunkte gesetzt.« Anscheinend sei das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Zukunft der Stadt nicht sehr hoch, »das zeigt die Wahlbeteiligung«.

Auch BL-Vorstandsmitglied Joachim Zweiböhmer findet das Resultat »sehr schade für Frau Repp, wir hätten deutlich mehr erwartet«. Er gratuliere Thorsten Eberhard. »So eindeutig, wie die Wahl ausgegangen ist, kann man sich eine Stichwahl eigentlich schenken«, denkt Zweiböhmer.

Niddas Grünen-Vorsitzender Marcus Stadler überrascht das Ergebnis »nicht wirklich«. Eberhard, Eckhardt und Repp seien drei honorige Persönlichkeiten, »die jede für sich ein gutes inhaltliches Programm für Nidda habe«. Es war nach Ansicht Stadlers absehbar, dass es einen Kandidaten mit mehr Stimmen und zwei Kandidierende im Kopf- an-Kopf-Rennen geben würde. »Bei der Stichwahl wird es auf jede Stimme ankommen«, betont er. Eine reine Personenwahl werde für die Mehrheit aber nicht reichen, jetzt müsse inhaltlich Farbe bekannt werden. »Dass Eberhard sich als Newcomer so abgesetzt hat - dafür kann man ihn beglückwünschen. Die nächste Wahl sieht anders aus«, ist Stadler überzeugt.

Stella Luise Smith, Vorsitzende der Niddaer Linken, wünscht den Kandidaten viel Erfolg in der Stichwahl. »Für uns als Linke ist wichtig, dass das Soziale und die Ökologie im Vordergrund stehen. Vom künftigen Bürgermeister erwarten wir außerdem eine klare Kante gegen rechts.«

cwo_IHMbgmwahl3_180122_4c
Matthias Walther CDU-Vorsitzender Nidda © Petra Ihm-Fahle
cwo_IHMbgmwahl2_180122_4c
Lucia Puttrich CDU-Kreisvorsitzende © Petra Ihm-Fahle
cwo_ihmbgmwahl5_180122_4c
Joachim Zweiböhmer BL-Vorstand Nidda © Petra Ihm-Fahle
cwO_IHMbgmwahl1_180122_4c
Lisa Gnadl SPD-Kreisvorsitzende © Petra Ihm-Fahle
cwo_IHMbgmwahl4_180122_4c
Christine Jäger SPD-Vorsitzende Nidda © Petra Ihm-Fahle

Auch interessant