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Von grünen Märchenwelten und Schabbesbräuchen

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Von: red Redaktion

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Auch der jüdische Friedhof in Ortenberg bildet eine Station der Führung über die jüdische Geschichte der Stadt. © pv

Limeshain/Ortenberg (red). Die Natur- und Kulturführer Wetterau - Vogelsberg - Taunus bieten wieder interessante Führungen mit viel Wissenswertem über die Region an. Dieses Mal geht es unter anderem um den Limeshainer Wald und das jüdische Leben in Ortenberg.

Bereits am kommenden Samstag, 20. August, geht es auf Spurensuche in den Limeshainer Wald. »Es war einmal...«, so beginnen gerne Märchen. Erzählende Dichtung, freie Erfindung menschlicher Fantasie, unbekümmert von Logik, Zeit und Raum. Doch Märchen haben Lieblingsorte - und einer ist, gerade bei den alten deutschen Volksmärchen, der Wald. Was für ein Wald aber war das, in dessen lichtgrüner Dämmerung die Ratlosen Zuflucht suchten? Wo die Hilflosen Hilfe erhofften, die ihnen die Welt versagte? Das Wunschdenken hatte keinen weiten Weg zum Ort der Erfüllung. Der Wald bietet die Kulisse der Verzauberung. Im Märchenwald sind Mensch und Tier gleich, der Reichtum des Waldes hilft gegen die Armut der Welt, hier wohnen Bedrohung und Geborgenheit dicht nebeneinander.

Eingeladen

zum Erkunden

Sein äußeres und inneres Bild hat sich sehr gewandelt seit den Tagen der Römer und der Germanen und seit den mittelalterlichen Rodungen, als die Menschen Raum für Dörfer und Felder gewinnen wollten. Dennoch gibt es in Limeshain einen Wald, der zwar zum einen waldwirtschaftlich und jagdlich genutzt wird, aber andererseits mit vielen historischen Vermächtnissen zum Erkunden einlädt. Er wird gerne für sportliche und freizeitliche Aktivitäten genutzt, weil er Schatten und gereinigte Luft spendet. Dieser Wald ist so vielfältig, dass sich ein Besuch lohnt.

Kinder und Erwachsene gehen am Samstag, um 15.30 Uhr, auf eine Märchenreise durch den Limeshainer Wald. Auf einer kleinen Wanderstrecke (etwa zweieinhalb Kilometer) durchstreift man den Wald, sieht seine Schönheit und bekommt an verschiedenen Stationen Märchen oder Sagen erzählt, die den alten Wald als Raum der Fantasie erwähnen.

Treffpunkt für diesen etwa zweieinhalbstündigen märchenhaften Ausflug ist Rommelhausens Sportplatz. Das Erzähler-Team besteht aus Gabi und Jürgen Vogt, Claudia Stüdemann und Beatrice Niedt. Im Anschluss können eine Bratwurst im Brötchen und Getränke erworben werden.

Weiterführende Informationen, auch über Preise zur Teilnahme an dieser Führung erhält man bei Natur- und Kulturführer Jürgen Vogt unter Telefon 06047/4519.

Von den Anfängen

bis zum Ende

Zu einem Stadtspaziergang von etwa anderthalb Kilometern Länge verbunden mit einer Spurensuche zum ehemaligen jüdischen Leben in Ortenberg lädt am Sonntag, 4. September, ab 15 Uhr, die Natur- und Kulturführerin Annette Miksch ein.

Wie gestaltete sich einst das jüdische Leben, die Arbeit und Religion an den Schauplätzen der Geschichte? In etwa anderthalb Stunden wird auch die Entwicklung der jüdischen Gemeinde und ihr Ende in der Zeit des Nationalsozialismus thematisiert.

Weitere Informationen zu dieser auch für Jugendliche ab einem Alter von 14 Jahren geeigneten Führung sowie zu Preisen erhalten Interessierte unter der Telefonnummer 06047/9770193 oder per E-Mail an die Adresse anmi@ natur-kultur-wetterau.de.

Treffpunkt zur Führung ist der Carl-Fries-Platz vor der Sparkasse in Ortenberg. Für den Besuch des jüdischen Friedhofs ist eine Kopfbedeckung mitzubringen.

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