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Viele Vögel sind schon da

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Von: red Redaktion

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Die Graugänse beginnen bereits im März mit der Brut. © pv

Limeshain (red). Wer gerne in der Natur unterwegs ist, muss nun so langsam aufpassen - besonders wenn man mit dem Hund spazieren geht. Der Grund? Viele Vögel sind schon da, betont der Limeshainer Vogel- und Naturschützer Manfred Vogt.

Die Veränderungen des globalen Klimas bewirkten nicht nur, dass sich die Lebensräume verändern, sondern betreffen auch den Kalender der Zugvögel. Europaweit kommt es durch den Klimawandel häufiger zu milden Wintern und damit auch zu einem früher einsetzenden Frühling. Hierbei unterliegt die Ankunft der verschiedenen Zugvogelarten im Brutgebiet keinem einheitlichen Muster. Die ersten Ankömmlinge im Frühling sind Vögel, die meist in Mittel-, Ost- oder Südeuropa überwintern.

Unabhängig davon stellt sich die Frage, ob eine frühere Ankunft im Brutgebiet wirklich Vorteile für den Vogel bringen? Für viele Brutvögel in den heimischen Breiten kann das bejaht werden.

Allerdings führt die Strategie der vorgezogenen Eiablage nicht immer zum Bruterfolg. Denn eine früher einsetzende Vegetationsperiode wirkt sich auch auf die Bewirtschaftung von Äckern und Feldern aus, wobei diese Veränderungen nicht synchron mit dem vorgezogenen Brutgeschäft einhergehen. Frühere Bewirtschaftung und früherer Brutbeginn verlaufen nicht synchron und gefährden damit die Brut, erklärt Vogt. Am Beispiel des Kiebitzes zeige sich, dass ein früherer Brutbeginn auch nachteilig sein kann.

Nachteile für Langstreckenzieher

Ebenfalls vom Trend der vorzeitigen Rückkehr benachteiligt werden diejenigen Arten, denen die Anpassung nicht gelingt. Es sind verschiedene Langstreckenzieher, die nicht frühzeitig im Brutgebiet ankommen. Geeignete Nistmöglichkeiten sind bei ihrem Eintreffen bereits besetzt.

Früh mit der Brutzeit beginnen Graugans und Stockente. Die Paarungszeit ist März und das Gelege wird bald eingerichtet. Auch das Rebhuhn brütet im März.

Deshalb rät der Natur- und Vogelschützer, bereits jetzt mit Vorsicht in der Natur unterwegs zu sein, damit man nicht unachtsam die frühe Brut zerstört.

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Für den Kiebitz erweist sich ein früherer Brutbeginn eher als nachteilig. © pv

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