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Gemeinde Limeshain erfasst Streuobstbestände

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Von: red Redaktion

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Die Streuobstwiesen prägen das Landschaftsbild der Gemeinde Limeshain. Jetzt werden die Bäume erfasst. © pv

Limeshain (red). In der Gemeinde Limeshain gibt es viele Streuobstwiesen, die seit Jahrzehnten das Landschaftsbild prägen, aber immer mehr an Bedeutung verlieren. Es gibt sogar eine eigene Apfelsorte. Doch der »Himbacher Grüner«., ein alter Winterapfel aus dem Jahre 1890, steht mittlerweile auf der Roten Liste der in Deutschland gefährdeten heimischen Nutzpflanzen.

Unter anderem vor diesem Hintergrund plant die Gemeinde Limeshain für die interkommunale Landesgartenschau 2027 einen Streuobstlehrpfad, um die Bedeutung der erhaltenswerten Flächen wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren. Der erste Schritt bis zur Ausarbeitung des Lehrpfades ist daher eine Bestandsaufnahme der Streuobstbestände. Für diese Aufgaben hat die Gemeinde einen Spezialisten gewinnen können: den Pomologen Werner Nussbaum. Er wird ab dem 5. September auf den Streuobstwiesen in Limeshain unterwegs sein.

Auf allen frei zugänglichen Flächen wird Werner Nussbaum mithilfe einer Luftbildaufnahme die Bäume bestimmen. Eingezäunte Grundstücke werden nicht betreten und die dort stehenden Bäume auch nicht bestimmt. Seltene Sorten oder Bäume, die keine Früchte mehr tragen,, versieht der Experte mit einer Edelstahlplakette - eine Prozedur, die für den Baum absolut unbedenklich ist.

Grundstücksbesitzer erfahren auf diese Weise entweder nach der Datenerhebung über die Gemeinde oder bereits während der Erhebung von Werner Nussbaum, welche Apfelsorten auf ihren Streuobstwiesen stehen. Kosten entstehen dabei keine.

Um dem Datenschutz zu gewähren, erhält der Pomologe von der Gemeinde Limeshain entsprechende Luftbilder zusammen mit den Gemarkungsgrenzen. Es werden keine persönlichen Daten der Grundstücksbesitzer erhoben, weitergegeben oder gespeichert. Die erhobenen Daten sollen in das Geoinformationssystem der Gemeinde einfließen und dem Streuobstkataster des Regionalverbands Rhein Main zur Verfügung gestellt werden.

Sollten Grundstücksbesitzer gegen das Betreten, Bestimmen oder Markieren seiner freizugänglichen Streuobstbäume sein, werden diese gebeten, sich bis zum 26. August der Gemeinde Limeshain unter der Angabe des entsprechenden Flurstücks zu melden. Ansprechpartner dafür ist Frank Müller (Hauptamt) unter der Tel.-Nummer 0 60 48/96 11 28 sowie per E-Mail an frank.mueller@limeshain.de.

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