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»Energiewende beginnt vor Ort«

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Von: red Redaktion

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Adolf Ludwig und Michael Göllner informieren sich bei ihrem Amtskollegen Eike See und Klimaschutzmanager Markus Michel (v. l.) über verschiedene Projekte zum Thema Klimaschutz, die man in Wölfersheim aktuell in Angriff genommen hat. © pv

Limeshain/Hammersbach (red). Kürzlich besuchten die Bürgermeister der Gemeinden Limeshain und Hammersbach, Adolf Ludwig und Michael Göllner, ihren Wölfersheimer Amtskollegen Eike See. Hintergrund des Besuchs war die derzeitige Diskussion in beiden Gemeinden über die Einstellung eines Klimaschutzmanagers. In Wölfersheim gibt es diese Stelle bereits seit sieben Jahren.

Stelleninhaber Markus Michel stellte sein Tätigkeitsfeld und die Aktivitäten der Gemeinde Wölfersheim vor.

So bietet er Energieberatungen für private Haushalte an und kümmert sich intensiv um die technische Gebäudeausstattung der gemeindlichen Liegenschaften. Darüber hinaus verwaltet er die Fördermittel für ein kommunales Programm zur Förderung von Fotovoltaikanlagen.

Strom für 2000 Haushalte

Hierzu erläuterte Eike See Hintergründe: »Es gibt immer wieder Anfragen, auf Freiflächen solche Anlagen zu errichten. Mit dem Solarpark am Wölfersheimer See und der Biogasanlage in Berstadt hat Wölfersheim bei der Erzeugung grünen Stroms bereits einiges vorzuweisen. Die Anlage auf dem Gelände des ehemaligen Braunkohlekraftwerks erzeugt jährlich Strom für etwa 2000 Haushalte. Dieses Gelände bot sich für diese Nutzung an. Die Dächer der Wohngebäude bieten darüber hinaus ein Riesenpotenzial, das wir noch besser ausnutzen wollen. Deshalb ist ein Programm zur Förderung privater Solardächer eine sinnvolle Sache.«

In Hammersbach und Limeshain, die beide als Klima-Kommunen gemeldet sind, wird derzeit an einem Maßnahmenplan gearbeitet. Beide Gemeinden haben bereits eine CO2-Bilanz erstellt, und nun geht es darum, nachhaltig den Ausstoß von Treibhausgasen in der Kommune zu reduzieren. Klima-Kommunen können zur Unterstützung dieses Vorhabens auch die Förderung eines Klimaschutzmanagers beantragen.

An Beispielen der Region orientieren

Michael Göllner erläutert: »Wir haben bereits vor einigen Jahren mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern in unserer Gemeinde ein beachtliches Energiekonzept für Hammersbach erarbeitet. Hierbei wurde eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen, wie Energie gespart werden kann oder auf lokaler Ebene noch mehr Energie erzeugt werden kann. Hammersbach war dann eine der ersten Gemeinden, die ihre Straßenbeleuchtung vollständig auf energiesparende LED umgestellt hat. Durch den Beitritt zur Klima-Kommune gibt es nun zahlreiche Fördermöglichkeit. Wir klopfen jetzt ab, welche Maßnahmen für unsere Gemeinde infrage kommen. Beeindruckt hat mich, wie erfolgreich das Wölfersheimer Förderprogramm für Fotovoltaikanlagen ist.«

Adolf Ludwig aus Limeshain ergänzt: »Die Energiewende beginnt bei den Kommunen. Wir alle müssen etwas dazu beitragen, die Klimaschutzziele so schnell wie möglich zu erreichen. Deshalb ist es für uns selbstverständlich über den Tellerrand hinauszuschauen und von guten Beispielen anderer zu lernen.«

Da Limeshain und Hammersbach in vielen Bereichen bereits eng zusammenarbeiten, liegt es nahe, dass auch hier eine enge Verknüpfung stattfindet.

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