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Feuerwehr Hirzenhain erhält 85 000 Euro für neues Staffellöschfahrzeuge

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Der Förderbescheid, den Ministerin Lucia Puttrich an Bürgermeister Timo Tichai überreicht, macht den Weg frei, das über 30 Jahre alte TLF 28/40-5 durch ein neues Staffellöschfahrzeug 20 zu ersetzen. Riccarda Brill, Sachbearbeiterin für die Feuerwehr in der Gemeindeverwaltung, Kreisbrandinspektor Lars Henrich, Gemeindebrandinspektor Peter Kolb und dessen Stellvertreter Klaus Nagel und Sascha Zeidl danken für die Unterstützung. © Oliver Potengowski

Mit 85 750 Euro unterstützt die Landesregierung den Kauf eines neuen Staffellöschfahrzeugs 20 für die zusammengelegten Einsatzabteilungen der Feuerwehren der Gemeinde Hirzenhain.

Hirzenhain (ten). Einen Förderbescheid in Höhe von 85 750 Euro übergab am Montagmorgen die Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Lucia Puttrich (CDU), an Hirzenhains Bürgermeister Timo Tichai (parteilos). Damit unterstützt die Landesregierung den Kauf eines neuen Staffellöschfahrzeugs 20 für die zusammengelegten Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde.

Das neue Löschfahrzeug soll ein über 30 Jahre altes TLF 28/40-5 ersetzen, das Hirzenhain im Jahr 2005 gebraucht von der Siemens-Werksfeuerwehr übernommen hatte. Durch eine Grundüberholung und Neulackierung war der Mercedes-Lkw für mehr als 15 Jahre Dienst in der Gemeinde fit.

Kosten in Höhe von 245 000 Euro

Das neue Staffellöschfahrzeug ist ein Neufahrzeug und wird Hirzenhain daher deutlich mehr Geld kosten. 245 000 Euro, von denen das Land Hessen mehr als ein Drittel als Zuschuss zahlt, sind für den Kauf vorgesehen. Damit die Anschaffung günstiger wird, ist eine gemeinsame Ausschreibung mit Butzbach geplant. Nachdem die beiden Kommunen entsprechende Förderbescheide bekommen haben, wollen sie jetzt die Anforderungen an die beiden Staffellöschfahrzeuge definieren und ein Leistungsverzeichnis für die Ausschreibung erstellen.

Sascha Zeidl, erster stellvertretender Gemeindebrandinspektor von Hirzenhain, erklärte im Gespräch mit dem Kreis-Anzeiger, dass das alte TLF 28/40-5 deshalb noch einige Zeit gebraucht werde. Denn auch nach der Vergabe des Auftrags im Rahmen der Ausschreibung sei mit zwölf bis 18 Monaten Lieferzeit zu rechnen.

Puttrich betonte, dass solche Förderbescheide auch eine Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit der Feuerwehrleute sei. »Oftmals ist mit den Investitionen viel mehr als nur die eigentliche Maßnahme verbunden. Es geht um bessere Arbeits- und Einsatzbedingungen, Fortbildungsmöglichkeiten und eine bessere technische Ausstattung der Feuerwehr«, stellte sie fest.

Und weiter: »Jede Anschaffung bedeutet auch einen technischen Fortschritt in der Brandbekämpfung und eine Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten. Die neuen Fahrzeuge sind deshalb nicht einfach nur Ersatz für die älteren Fahrzeuge. Sie sind ein echtes Update für die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren.«

Die Ministerin wies darauf hin, dass insbesondere die Wetterauer Feuerwehren in den vergangenen Jahren von den Fördergeldern profitiert hätten. Zwar sei die Feuerwehr eine Pflichtaufgabe der Kommunen. Trotzdem habe das Land in den vergangenen beiden Jahren im Wetteraukreis 16 Fahrzeuge und sieben Feuerwehrhäuser bezuschusst. Dafür seien insgesamt mehr als 2,7 Millionen Euro an Fördergeldern gezahlt worden.

Kreisbrandinspektor Lars Henrich lobte auch die Städte und Gemeinden im Kreis. »Die Kommunen haben den Investitionsstau erkannt und massiv Gelder bewilligt für Ersatzbeschaffungen«, sagte er. Puttrich ergänzte, dass sich auch in der Kommune ein gutes Verhältnis zwischen Politik und Feuerwehren auszahle. »Kluge Bürgermeister arbeiten mit dem Stadt- beziehungsweise Gemeindebrandinspektor zusammen«, betonte sie.

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