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Das noch brachliegende Areal der Raiffeisen-Warenzentrale in Stockheim hat die Gemeinde erworben. Was dort entstehen soll, liegt in den Händen der Nachfolgerin von Bürgermeister Carsten Krätschmer, Henrike Strauch, und den Gemeindegremien.

Entwicklungspotenzial

Große Chance für Glauburg

Wird dort ein neuer Feuerwehrstützpunkt gebaut? Siedeln sich weitere Betriebe an? Das wird die Zukunft zeigen. Die Gemeinde Glauburg hat ein Grundstück am Stockheimer Ortsrand gekauft.

Kein schöner Anblick ist die brachliegende Fläche ausgangs des Glauburger Ortsteils Stockheim in Richtung Glauberg. Doch nun soll sich dort bald etwas bewegen. Das etwa 16 700 Quadratmeter große Grundstück neben einem Küchengroßhandel war bislang im Besitz der Raiffeisen Warenzentrale Rhein-Main eG (RWZ). Ende des vergangenen Jahres kauften die Gemeinde Glauburg sowie die Eichhorn AG Bauzentrum für Baustoffe, Transport, Heimwerken, Tier und Garten das Grundstück.

Verträge seit Dezember fix

Glauburg erwarb 12 681 Quadratmeter, die Firma Eichorn die restlichen knapp 4000 Quadratmeter, wie Glauburgs Bürgermeister Carsten Krätschmer, der noch knapp zwei Wochen im Amt ist, dieser Zeitung berichtet. Zusammen mit dem Ersten Beigeordneten der Gemeinde und Vertretern der Eichhorn AG ist er im Dezember nach Köln gefahren, um die entsprechenden Kaufverträge zu unterschreiben.

Bereits im Sommer 2021 hatten die Glauburger Gemeindevertreter in einem nicht öffentlichen Teil einer Sitzung diese Entscheidung beschlossen. »Bei dem Tagesordnungspunkt ging es um schützenswerte Interessen«, erklärt der Rathauschef, weshalb die Zusammenkunft damals ohne Öffentlichkeit stattfand. Über den Kaufpreis schweigt Carsten Krätschmer .

Lagerfläche für Eichhorn AG

Zum Hintergrund des Kaufs erklärt der Bürgermeister, dass die Firma Eichhorn im vergangenen Jahr auf die Gemeinde zugekommen ist, weil sie einen Teil der bis dahin noch der RWZ gehörenden Fläche erwerben wollte. Eichhorn möchte sie künftig als Lagerfläche nutzen. Doch die RWZ hat erklärt dass sie das gesamte Areal verkaufen würde, nicht jedoch nur eine Teilfläche. Nach Beratung in den politischen Gremien fiel dann die Entscheidung. Nun stehen noch Änderungen im Flächennutzungsplan an. Dieser ist laut Krätschmer auf jeden Fall notwendig, da Glauburg mittlerweile Mitglied im Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main ist, der den Flächennutzungsplan dann auch umschreibt, zumal in Stockheim das Neubaugebiet »Falder« in Planung ist. Bislang lag die Fläche im unbeplanten Außenbereich.

Das nun im Besitz der Gemeinde befindliche Areal ist für die städtebauliche Entwicklung von besonderer Bedeutung, heißt es dazu. Die zentrale Lage zwischen beiden Ortsteilen -Stockheim und Glauberg - lässt nunmehr eine kommunale oder eine gewerbliche Nutzung zu, sagt Carsten Krätschmer.

Nicht mehr Krätschmers Sache

Er möchte aber den Entscheidungsträgern und seiner Nachfolgerin im Amt, Henrike Strauch, nicht vorweggreifen. Das sei nun Sache der neuen Rathauschefin, die am 24. Januar in der Gemeindevertretersitzung vereidigt wird. Vorstellbar aber sei, dass weitere Betriebe angesiedelt werden könnten. Ebenso bestehe die Möglichkeit, dort einen gemeinsamen Standort für die Feuerwehren beider Ortsteile aufzubauen. »Aber, das ist alles nicht mehr meine Entscheidung«, so der scheidende Bürgermeister. VON ANDREA SCHINZEL

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