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Nickelches-Määrt lockt wieder zahlreiche Gäste zum Gederner Schloss

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An den Ständen werden verschiedenste Dekorations- und Geschenkartikel angeboten. © Oliver Potengowski

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause war es endlich soweit: Der Gederner Nickelches-Määrt öffnete wieder und lockte am ersten Adventswochenende zahlreiche Besucher aus der Region an.

Schon früh haben sich am Samstag zahlreiche Besucher vor dem Gederner Schloss gesammelt, um endlich wieder den Nickelches-Määrt zu feiern. Zahlreiche Stände, unter anderem mit Glühwein, weihnachtlichem Gebäck, Dekorations- und Geschenkideen, sorgten mit festlicher Beleuchtung für eine vorweihnachtliche Atmosphäre.

Bürgermeister Guido Kempel erinnerte daran, dass die Stadt eigentlich gehofft hatte, auch im vergangenen Jahr am ersten Adventswochenende den traditionellen Nickelches-Määrt feiern zu können.

Die Vorbereitungen waren bereits getroffen, Plakate und Banner aufgehängt, Ankündigungen veröffentlicht. Doch nachdem die Zahl der Corona-Infektionen immer weiter gestiegen waren und immer mehr Kommunen in der Region ihre Weihnachtsmärkte abgesagt hatten, zog auch Gedern die Reißleine.

Reduzierte Beleuchtung

»Corona tritt durch andere Krisen in den Hintergrund«, fand Kempel trotz der Freude, dass der Määrt in diesem Jahr stattfinden kann, nachdenkliche Worte. Er lud die Besucherinnen und Besucher ein, die Gedanken an die krisengeschüttelte Welt für einige Stunden außen vor zu lassen. Die Adventszeit sei eine Zeit, in der man Sorgen etwas vergessen könne.

Diesen guten Wünschen schloss sich auch Miss Vulkania Lara Bartikowski an. Sie erklärte, dass sie sich besonders freue, nach zwei Jahren Pause wieder den Nickelches-Määrt feiern zu können.

Kempel wies darauf hin, dass die Stadt sich trotz der Diskussion über Energiepreise entschieden habe, die Weihnachtsbeleuchtung nicht zu reduzieren. Stattdessen lasse man sie lieber weniger Stunden als in früheren Jahren eingeschaltet.

Er dankte dem Bauhof und den Mitarbeiterinnen des Tourismus-Büros insbesondere Dr. Angela Metzner für die Vorbereitung des Määrts und die festliche Dekoration und Beleuchtung.

Rund 40 Aussteller hatten Stände vor dem Schloss und im Wappensaal aufgebaut. Sie luden ein, die weihnachtliche Dekoration zu Hause zu ergänzen oder kleinere und größere Geschenke für das Fest zu kaufen. Dazu gab es auch reichlich ungewöhnliche Naschereien und Leckereien.

So konnten die Gäste gleich an mehreren Ständen unter verschiedensten Sorten Bratwurst und Glühwein wählen. Viele Vereine nutzen den Nickelches-Määrt, um ihre Arbeit vorzustellen und Einnahmen zu erwirtschaften.

Gäste auch aus der Nachbarschaft

Dass schon bei der relativ frühen Eröffnung um 15 Uhr zahlreiche Besucher vor das Schloss gekommen waren, zeigt, wie sehr sich die Gederner und auch Gäste aus benachbarten Städten und Gemeinden auf den Nickelches-Määrt gefreut hatten.

Das Programm knüpfte an die beliebten Elemente der Vorjahre an. So spielten die Kirchturmbläser vor dem Eingang des Schlosses Weihnachtslieder

Dann erwartete ein besonderer Höhepunkt die kleinen und großen Besucher. Gezogen von einem Gespann aus sechs Ziegen fuhr der Nikolaus in den Schlosshof ein und verteilte Geschenke. Anschließend konnten die Kinder mit der Kutsche eine Runde durch den Schlosspark drehen.

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