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Mehr Nachfrage als Grundstücke

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Ortsvorsteherin Ines Zajonc bespricht mit Bürgermeister Guido Kempel und Mario Schneider vom Bauamt der Stadt Gedern die Erschließung des letzten Bauabschnitts des Baugebiets »Am Rülles«. © Oliver Potengowski

Gedern (ten). Nachdem die Vermarktung der Grundstücke im Baugebiet »Am Rülles« über viele Jahre eher schleppend lief, hat die Nachfrage inzwischen erheblich angezogen. Inzwischen sind auch alle städtischen Bauplätze im ersten Teil des zweiten Bauabschnitts verkauft. Deshalb hat Gedern jetzt begonnen, mit der Erschließung des zweiten Teils des letzten Bauabschnitts weitere 21 Grundstücke »Am Rülles« zu schaffen.

Absatz scheint gesichert

Die Voraussetzungen für das Baugebiet sind vor über 30 Jahren geschaffen worden. 1990 war der Bebauungsplan für das neue Wohngebiet aufgestellt worden. Doch erst 2014 wurde der erste Bauabschnitt dann tatsächlich erschlossen. Dass drei Jahre später erst zwei neue Wohnhäuser »Am Rülles« fertig waren, schien die Umsetzung weiterer Bauabschnitte in die fernere Zukunft zu rücken.

Doch inzwischen hat sich die Marktsituation erheblich gewandelt. In den vergangenen drei Jahren ist auch in Gedern die Nachfrage nach Immobilien und Baugrundstücken dramatisch gewachsen. Schon längst hat die Stadt alle eigenen Grundstücke im ersten Teil des zweiten Bauabschnitts verkauft. Und auch der Absatz der 21 Grundstücke, die jetzt im zweiten Teil des zweiten Bauabschnitts geschaffen werden sollen, scheint gesichert. »Wir haben mehr Nachfrage als Grundstücke«, beschreibt Bürgermeister Guido Kempel (parteilos) während eines Termins mit Mario Schneider vom Bauamt und Ortsvorsteherin Ines Zajonc die Situation. Derzeit gebe es für die 21 Grundstücke rund 40 Bewerber.

Für die Erschließung investiert Gedern bis Ende 2022 rund 1,13 Millionen Euro. Davon werden für den Kanalbau rund 460 000 Euro und für 660 Meter Trinkwasserleitung mit Anschluss an die Otto-Müller-Straße sowie die 21 Grundstücksanschlüsse rund 280 000 Euro veranschlagt. Die restlichen 390 000 Euro werden für die Herstellung der Straße benötigt. Während ihrer jüngsten Sitzung hatten die Stadtverordneten die Vergabe dieser Erschließungsarbeiten entsprechend dem Ergebnis der vorangegangenen Ausschreibung beschlossen.

In den vergangenen Tagen wurde mit der Entfernung des Bewuchses auf der bisher als Pferdekoppel genutzten Fläche begonnen. Das muss wegen der Vorschriften zum Naturschutz in der vegetationsarmen Jahreszeit erfolgen, vor allem, damit Vögel nicht bei der Brut gestört werden.

Damit kann der Magistrat im nächsten Schritt den Quadratmeterpreis für die 21 Grundstücke festlegen, die zwischen 440 und 780 Quadratmeter groß werden sollen. Mit dem Bau der ersten Häuser im letzten Bauabschnitt könnte dann im Herbst 2022 begonnen werden.

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