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Kürung beim Gasse Määrt: Lara Bartikowski ist die neue Miss Vulkania

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Ein Novum beim Gasse-Määrt: Zahlreiche Hoheiten von Königstein bis Bad Vilbel und Homberg/Ohm gratulierten zusammen mit Bürgermeister Guido Kempel (links) der neuen Miss Vulkania Lara Bartikowski (Mitte) und verabschiedeten ihre Vorgängerin Anastasia Kraus (5. von links). © Ingeborg Schneider

Der Gederner Gasse-Määrt meldet sich zurück aus der Pandemie-Pause: Mit einem bunten Programm aus Musik und Aktion und rund 70 Angebotsständen ist seine Neuauflage ein voller Erfolg.

Endlich wieder feiern, schmausen, einkaufen und genießen: Nach zwei Jahren Pause feierte der Gederner Gasse-Määrt in seiner 43. Auflage eine fröhliche Auferstehung. Am Sonntagmittag wurde zudem das bestgehütete Geheimnis der Stadt preisgegeben: Die neue Miss Vulkania heißt Lara Bartikowski.

Eingestimmt hatte man sich mit einem Warm-Up am Samstagabend auf dem Kirchplatz. Unter der Regie der Lindenbaumfreunde und angeheizt von DJ Franky wurde dort schon bis tief in die Nacht hinein gefeiert und getanzt.

Breites Angebot an 70 Ständen

Derart gut in Partylaune versetzt, brauchte es am Sonntagmorgen nur noch weiterzugehen: Punkt elf Uhr und mit einem schwungvollen Schlag zum Fassanstich - mit Gederner Marktbier aus der Braumanufaktur Erbsegasse - eröffnete Bürgermeister Guido Kempel das große Straßenfest und zeigte sich nach zwei Jahren Pandemie sichtlich erfreut über die Vielzahl der Gäste und der Angebote von Gewerbe und Vereinen, Kirchen und Privatpersonen.

Tatsächlich gab es an rund 70 Ständen und auf vier Bühnen viel zu erleben, zu entdecken, zu kosten und auszuprobieren.

Jung und Alt flanierten bestens gelaunt durch die Frankfurter Straße und ihre Seitengässchen, deckten sich mit Nützlichem und Dekorativem für Haus und Garten ein, nutzten die speziellen Määrt-Angebote vieler Geschäfte, informierten sich über das aktive Vereinsleben und freuten sich am reichhaltigen kulinarischen Angebot.

Letzteres reichte von den Vogelsberger Beulches am Stand des Männergesangvereins Liederkranz über frisch gekelterten Apfelsaft beim Obst- und Gartenbauverein bis zum Flammlachs bei den Fußballern des FC Alemannia. Einige lokale Köstlichkeiten gab es auch als Präsente zum Mitnehmen.

Musik für alle Altersklassen

Auf insgesamt vier Bühnen agierten die lokalen Bands Comin’ Friday und New Age Rises mit rockigen Einlagen zum Mitgrooven, die Oberhessische 7 mit Volksmusik aus Böhmen sowie Alleinunterhalter Stefan aus der Rhön mit Stimmungsmusik.

Zarte Lieder mit religiösem Inhalt hörte man dagegen am Stand der Freien Christengemeinde. Auf drei Bühnen begeisterten zudem die Tanzgruppen »Infinitiy Stars« und »Lollipopps« die Zuschauer.

Während sich die Älteren bevorzugt im Schatten aufhielten, genossen die jungen Familien das reichhaltige Angebot für die Jüngsten: Beim Förderverein Evangelischer Kindergarten Arche Noah konnten die Kleinen Entchen angeln, eine Hüpfburg und die Rollenrutsche des Kinderparadieses lockten ebenso wie das Angebot der Freiwilligen Feuerwehr, Lösch- und Mannschaftsfahrzeuge von innen kennen zu lernen.

Einige Altersgenossen boten zudem an Flohmarktständen Spielsachen, Bücher, Puppen und Stofftiere aus ihren Kinderzimmern an. Auch private Höfe hatten geöffnet, ebenso gab es zahlreiche kunsthandwerkliche Angebote, auch von außerhalb.

Zur Mittagszeit bewertete man den Verlauf des Gasse-Määrt am DRK-Stand bis dato als ruhig und gab der Hoffnung Ausdruck, dass es auch so bleiben werde.

Emotionaler Beitrag zum Abschied

Um 13 Uhr erfolgte auf der Hauptbühne ein langersehntes Ereignis: Aus den Händen ihrer Amtsvorgängerin Anastasia Kraus und in Gegenwart von Bürgermeister Guido Kempel nahm die neue Miss Vulkania Lara Bartikowski aus Mittel-Seemen ihre Schärpe entgegen und wurde somit für die kommenden zwei Jahre zur Repräsentantin ihrer Heimatstadt gekürt.

Die 19-jährige ist Sozialassistentin in der städtischen Kita Sterntaler, wo auch Anastasia Kraus demnächst als Erzieherin arbeiten wird.

»Ich bin froh, sie beide als die sechste und siebte Miss Vulkania in Diensten der Stadt zu haben«, sagte Bürgermeister Kempel, der ausführte, das Amt sei im Jahr 2005 anlässlich des Städtewettbewerbs »Ab in die Mitte« unter dem damaligen Motto »Feuer und Flamme für Gedern« ins Leben gerufen worden.

Er dankte Kraus für ihre coronabedingt fünfjährige Amtszeit und begrüßte ihre Nachfolgerin im Namen des Magistrats sowie des Kultur- und Tourismusbüros der Stadt.

In einem emotionalen Beitrag verabschiedete sich Anastasia Kraus aus dem Amt, während Lara Bartikowski die Gasse-Määrt-Gäste begrüßte und sogleich zum bevorstehenden Weinfest auf das Gederner Schloss einlud.

Neu beim Gasse-Määrt war die Gegenwart zahlreicher Lokalhoheiten von Königstein bis Bad Vilbel und Homberg/Ohm, die der Amtsübergabe zusätzlichen Glanz verliehen und Abschieds- und Willkommenpräsente aus ihren Heimatstädten übergaben.

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