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Von: red Redaktion

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Erhard Müth, Gabi Bieger und Mark Langlitz mit dem symbolischen Spendenscheck. © pv

Gedern (red). Der Geschichtskreis hat vor Kurzem den dritten Band der »Gederner Geschichtsblätter« herausgebracht. Die Recherchen des Spurensuchers und Schreibers Erhard Müth haben wieder viele interessante Dinge über das Leben in Gedern einst und heute zutage gefördert (der Kreis-Anzeiger berichtete).

Der Band erzählt auf 367 Seiten die Geschichte der religiösen Gemeinschaften und der Schulen, außerdem berichtet er über die verschiedenen Bereiche des Gesundheitswesens - von den Gederner Ärzten über das Krankenhaus bis hin zu den Hilfsberufen sowie Alten- und Pflegeheimen - und die Entwicklung der Landwirtschaft einschließlich besonderer Wetterereignisse.

500 Exemplare, 12 000 Euro Kosten

Da für das Layout und den Druck von 500 Büchern Kosten in Höhe von mehr als 12 000 Euro anfielen, ein Teil der Auflage sich aber nur auf lange Sicht verkauft und vom Verkaufspreis in Höhe von 24 Euro noch Rabatte für den Buchhandel abgehen, brauchte der Kulturkreis Gedern, zu dem der Geschichtskreis gehört, finanzielle Unterstützung. Diese wurde ihm vor allem durch eine Crowdfunding-Aktion der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen, aber auch durch Sponsorenbeiträge der Sparkasse Oberhessen und der Ovag sowie durch einige private Spenden zuteil.

Jetzt überreichte die VR Bank einen symbolischen Scheck an den Autor Erhard Müth, der auch stellvertretender Geschichtskreisleiter ist, sowie die Kulturkreisvorsitzende Gabi Bieger vor dem nordwestlichen Seiteneingang der 1847 erbauten evangelischen Kirche in Gedern, weil das Kapitel über die Gotteshäuser das umfangreichste im Buch ist. Neben der evangelischen Kirchengemeinde, die die meisten Mitglieder hat und deren Geschichte, soweit bekannt, im 8. Jahrhundert beginnt (wobei sie erst durch die Reformation 1539 eine evangelische Gemeinde wurde), wird auch über die ehemalige jüdische Gemeinde, die seit 1946 nach dem Zuzug der Heimatvertriebenen neu aufgebaute katholische Gemeinde, die baptistische und die Brüdergemeinde sowie deren Gotteshäuser berichtet.

Volks- und Hofkaplaneischule

Die Gederner Schulen gliederten sich einst in die Volksschule, die in verschiedenen Gebäuden in der Ortsmitte untergebracht war, und die Stolbergschule im Schloss auf. Diese begann 1799 als Hofkaplaneischule, wurde 1871 ein Realgymnasium und schließlich 1970 in die Gesamtschule in der Pestalozzistraße eingegliedert. Seit 1970 sind die Grundschule für die ersten vier Schuljahrgänge und die Gesamtschule - einschließlich eines Gymnasialzweigs bis zur zehnten Klasse - auf dem Schulgelände organisatorisch getrennt.

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