1. Startseite
  2. Lokales
  3. Gedern

Aussichtspunkt »Schau ins Land« bei Wenings: Heinrich Maul spendet Holzliege

Erstellt:

bg_DSC08996_160822
Gemeinsam mit seiner Enkelin Tilda, dem Erbauer Heinrich Maul sowie Bürgermeister Guido Kempel, Wilfried Kehm vom Ortsbeirat und einer Reihe Helfer weiht Norbert Greb (auf der Liege rechts) die neue Holzliege ein. © Oliver Potengowski

Der Aussichtspunkt »Schau ins Land« bei Wenings ist um eine weitere Attraktion reicher: Heinrich Maul hat eine Holzliege für den Platz gespendet.

Wenings (ten). Eine Holzliege mit Blick auf den Taunus rundet seit einigen Tagen den Aussichtspunkt »Schau ins Land« auf dem Wartberg ab. Gemeinsam mit Bürgermeister Guido Kempel (parteilos), dem Erbauer Heinrich Maul, Wilfried Kehm vom Ortsbeirat sowie zahlreichen Helfern hat Norbert Greb die Liege eingeweiht.

Vor einigen Jahren hatte Greb die Idee, am Wartberg einen Rastplatz zu gestalten. Wegen des schönen Blicks bis zum Spessart, Taunus und Hoherodskopf gab er dem Projekt den Namen »Schau ins Land«. Eine Sitzgruppe aus Bank und Tisch ergänzte er mit Informationstafeln zur Natur. Auf Stelen geschweißte Rahmen lenken den Blick auf markante Punkte in der Landschaft. Eine Panoramatafel hilft bei der Orientierung.

Platz doch

noch erweitert

Als Greb vor einigen Monaten noch ein Eingangstor setzte, sei er sich mit Kempel einig gewesen, dass das wirklich das letzte Objekt sei, das am »Schau ins Land« aufgestellt würde, sagte er. Denn: »Das darf nicht zu viel werden.« Doch nachdem an einer Reihe von Aussichtspunkten in der Region Holzliegen aufgestellt worden waren, sei auch er angesprochen worden. »Ei, Norbert, da muss doch noch eine Liege hin.«

Erst habe er abgelehnt, den Platz nochmals zu erweitern. Schließlich habe er aber doch Heinrich Maul gefragt, von dem er wusste, dass er solche Liegen baut. Zunächst habe dieser aber wenig Hoffnung gemacht. Derzeit sei das Holz knapp. »Dann rief er an, die Liege ist fertig«, berichtete Greb. Kurzentschlossen organisierte der Weningser vier Helfer, um sie auf dem Wartberg aufzustellen.

Doch damit war das nächste Problem entstanden, erinnerte er sich. »Wie bringe ich das dem Bürgermeister bei?« Vorsichtig habe er mal angefragt. »Da komme ich zwei Tage später her, wer sitzt auf der Liege - der Bürgermeister und seine Ulrike«, sagte Greb und lachte. »Also hatte ich gewonnen.« Er dankte den Helfern sowie Maul für die Spende. Dabei wies er darauf hin, dass Spenden immer willkommen seien. Zwar solle der »Schau ins Land« nun endgültig nicht mehr erweitert werden. Doch werde auch für Unterhalt und Reparaturen immer wieder Geld benötigt.

Dafür sei ein kleiner Fonds angelegt worden. »Diese Unterhaltung ist schwierig«, betonte Greb angesichts der zahlreichen Orte in der Region, die er pflegt. »Das schaffe ich bald nicht mehr alleine.« Kempel bestätigte, dass man sich bei der Einweihung der Pforte eigentlich einig gewesen sei, dass auf dem Wartberg keine weiteren Installationen dazukämen. Doch die Holzliege sei eine gelungene Aufwertung.

Lob für ein

Leuchtturmprojekt

Der Bürgermeister dankte Maul. Dass dieser die Liegen baue, sei mehr als ein Hobby. Inzwischen stehe eine in Bonn, nun habe auch Gedern eine. Kempel wandte sich gegen Sorgen, die Liege könne durch Vandalismus beschädigt werden. »Das als Argument zu nehmen, nichts mehr zu tun, das kann’s auch nicht sein«, sagte er. Dem Dank an Maul und Greb schloss sich auch Kehm an. »Es ist ein Leuchtturmprojekt, das uns ein bisschen heraushebt«, lobte er das, was auf dem Wartberg entstanden ist.

Inzwischen hat Heinrich Maul ein gutes Dutzend der Liegen gebaut. Ungefähr drei Tage arbeitet er, bis eine Holzliege fertig ist. »Man muss das wollen«, stellte er fest. »Ich mache das nur, wenn ich Lust habe.«

Auch interessant