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Abschied vom Hundeplatz

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Von: red Redaktion

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Die erfolgreichen Teams mit dem BHV-Prüfer Günter Klein. © pv

Gedern (red). »Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.« Frei nach dem Sprichwort des Dramatikers Molière nimmt die Hundeschule Beller in Gedern die Herausforderung an, ab Mitte September an einem neuen Ort heimisch zu werden. Wenn alles so läuft, wie geplant, startet sie ab Mitte September mit dem neuen Hundeplatz, der am Ende der Marktstraße gegenüber dem Sportplatz des FC Alemannia 1910 Gedern liegt.

Ihren bisherigen Standort hinter dem TÜV muss die Hundeschule nach 12,5 Jahren verlassen, weil dort das neue Feuerwehrgerätehaus der Stadt Gedern gebaut werden soll.

»Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen«, sagt Nicole Beller. »Leider hatten wir keine Wahl. Weil die Suche nach einem Hundeplatz schwieriger war, als ursprünglich gedacht, haben wir sogar erwogen, die Hundeschule zu schließen. Die Bitten treuer Kunden, nicht aufzugeben, und die dann doch erfolgte Zusage für einen neuen Hundeplatz haben uns aber schließlich dazu bewogen, in altbekannter Qualität im neuen Umfeld weiterzumachen.«

Prüfung

zum Abschied

Als kleine Abschiedsfeier vom bisherigen Standort richtete die Hundeschule bereits zum neunten Mal eine Prüfung zum Erwerb des BHV-Hundeführerscheines aus. Er weist nach, dass der Hundehalter besondere Kenntnisse rund um den Hund besitzt. Zudem gibt er Auskunft darüber, dass der Halter seinen Hund gut erzogen und unter Kontrolle hat und dass der Vierbeiner daher keine Gefahr für andere Hunde oder für Menschen ist.

Die Prüfung zum BHV-Hundeführerschein besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Im theoretischen Teil wird das Wissen des Hundehalters zu verschiedenen Themen aus den Bereichen der Hundehaltung abgeklopft. Im praktischen Teil werden die Teams dort geprüft, wo sie auch normalerweise unterwegs sind. Deshalb gliedert er sich in drei Bereiche auf: ablenkungsarmes Gelände (Hundeplatz), belebte und öffentliche Grünanlage sowie innerstädtischer Bereich.

Bewertet werden der Erziehungsstand des Hundes sowie die Interaktion zwischen Mensch und Tier. Das Ziel ist, dass der Hundeführer in der Lage ist, seinen Vierbeiner in Alltagssituationen sicher zu kontrollieren und dass der Hund die Signale seines Besitzers auch dann zuverlässig erkennt, wenn er abgelenkt ist. Ein besonderes Augenmerk wird darauf gelegt, Gefahren zu vermeiden und Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen.

BHV-Prüfer Günter Klein bewertete Hunde und Halter in typischen Alltagssituationen - beim Bummel durch ein Fachgeschäft, beim Spaziergang an einer belebten Straße, bei einer Begegnung mit einem fremden Hund, einem Menschen mit Rollator, einem Radfahrer und einem Jogger.

Können unter

Beweis gestellt

Dabei mussten sich die Vierbeiner neutral verhalten. Auch auf dem Hundeplatz stellten die sechs Teams ihr Können unter Beweis. Eine zweiminütige Ablage auf 30 Schritte Distanz, die Befehle »Steh«, »Sitz«, »Platz« und »Bleib« (mit und ohne Leine), die Ausgabe von Futter und Spielzeug sowie Rückruf, Handling und Fixierung bildeten einen weiteren Teil dieses Prüfungsabschnitts.

Folgende Teams stellten sich den Anforderungen und bestanden mit Erfolg: Celine Siekemeyer mit »Benny«, Antonie Jeschke mit »Jaro«, Corinna Nitsch-Gerhardt mit »Jonna«, Nicole Jäger mit »Anna«, Ida Trost mit »Betty« und Nicole Beller (Ausbilderin) mit »Katy«.

Zum Abschluss waren sich alle einig, dass alleine schon die Vorbereitung auf diese Prüfung die Bindung zwischen Halter und Hund gestärkt und den Gehorsam deutlich verbessert habe. Jetzt könne man so mancher Situationen gelassener entgegensehen.

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