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Neustart in Nieder-Florstadt

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Von: Cathrin Lutz

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jub_florstadt_291122_4c_1 © Cathrin Lutz

Florstadt (luc). Einen nicht erwarteten Neustart hat der Florstädter Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende hingelegt. An beiden Tagen herrschte reges Markttreiben, sodass die Marktbeschicker unisono und begeistert von einem perfekten Neubeginn nach den coronabedingten Absagen 2020 und 2021 sprachen.

Einer musste besonders lange auf sein 20-jähriges Jubiläum warten: Marktmeister Jörg Hebbe. Der Ordnungsamtsleiter, der 2000 zum Marktmeister ernannt wurde, war an beiden Tagen als »Hans Dampf in allen Gassen« unterwegs, moderierte das vorweihnachtliche Programm und klärte das eine oder andere kleine Problem. Er hält die Fäden in Händen und baut auf die gute Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauhof.

Sonderlob für Marktmeister Hebbe

Grund genug für Bürgermeister Herbert Unger bei der feierlichen Eröffnung ein Sonderlob in Richtung Jörg Hebbe auszusprechen - dem kurze Zeit später die »Schwerverblecher« unter der Leitung von Christian Tupp mit einem speziellen Musikstück zu Hebbes Ehren noch die Krone aufsetzten.

Das Programm auf der Bühne wurde von der Wetterauer Marionettenbühne fortgesetzt, bei dem Christian Nadler erstmals seine Mutter Petra ersetzte und vollkommen alleine und äußerst amüsant nicht nur die Kinder unterhielt. Später folgte das traditionelle Stelldichein der Musikabteilung der Sport-Union Nieder-Florstadt, die unter der Leitung von Sascha Mistetzki weihnachtliche Klänge zum Besten gaben.

Einen kleinen internationalen Charakter bekam die Darbietung durch das Mitwirken von Cecille Paillot-Prost. Die Französin aus der Partnerstadt Pléneuf-Val-André reist stets mit ihrer Klarinette und spielte auf Vermittlung des Partnerschaftsvereins munter mit.

Den Endpunkt des offiziellen Programms stellte dann die - erstmals am Samstag abgehaltene - Prämierung der schönsten Marktbuden dar. Dabei gelang dem Paar Jenny und Maurice Kautz ein in vierzig Jahren noch nie dagewesenes Kunststück: Sie verteidigten ihren Vorjahrestitel, auch wenn dieser coronabedingt bereits 2019 errungen wurde. Rang zwei ging an die Familie Bleil, Platz drei an die »Niddageister«.

Der Tradition folgend startete am Sonntag der Bockbieranstich zu Klängen des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Stammheim unter Leitung von Petra Scholl. Landratskandidat Rouven Kötter agierte als prominenter Gast mit viel Geschick an den Zapfhähnen, sodass das 30-Liter-Fass in neuer Rekordzeit unter die Besucher gebracht wurde. Herbert Schmidt führte dann bei Einbruch der Dunkelheit die Jagdhornbläser an.

Zuvor hatte der Nikolaus - der in Nieder-Florstadt standesgemäß gewandet mit dem Trike vorfährt - über einhundert Weihnachtstüten an die Kinder verteilt. Besonders gerne an solche, die ein Gedicht oder ein Lied aufsagen konnten. Aber, weil es in Nieder-Florstadt grundsätzlich nur brave Kinder gibt, nahm jedes begeistert sein Päckchen entgegen. Fast eine Stunde nahm sich der Nikolaus dafür Zeit.

Stammheimer Autorin liest

Einen literarischen Leckerbissen hatte Melanie Schumacher parat. Die Stammheimer Kinderbuchautorin las aus ihren Büchern, die vom Husky »Willow« handeln. An beiden Tagen sorgte Tina Davis wieder für unzählige wunderschön geschminkte Kindergesichter und am Samstag hielt der benachbarte Jugendclub seinen Tag der offenen Tür ab.

Seinen internationalen Charakter erhält der Romantische Weihnachtsmarkt vor allem durch die Teilnahme der Partnerstädte. Auch wenn in diesem Jahr die Partner aus dem belgischen Staden absagen mussten, freute sich der Partnerschaftsverein doch über Zusagen aus Frankreich und Polen, die unter anderem mit Jakobsmuscheln und Pirogi zu begeistern wussten.

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jub_polen_291122_4c © Cathrin Lutz

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