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Neujahrsempfang des Bürgerveins Düdelsheim: Lob für Feuerwehr, Appell an Politik und Rathaus

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Frank Schwab (r.) stellt Gerald Duda, Lisa Hinkel und Stefan Simon (v. l.) beim Empfang knifflige Quizfragen. © Oliver Potengowski

Der Düdelsheimer Heimat- und Bürgerverein rückte im Zuge seines Neujahrsempfanges ernste und heitere Themen in den Fokus. Humoriger Höhepunkt war ein Quiz zur Lokalgeschichte.

Düdelsheim (ten). Zwei Jahre musste der Heimat- und Bürgerverein darauf verzichten, zum Neujahrsempfang einzuladen. Zu Jahresbeginn erinnerte der Vorsitzende Andreas Wenk an die ungewöhnliche Zeit der Pandemie. Gemeinsam mit Ortsvorsteher Ramon Franke blickte er auch auf die Entwicklungen in Düdelsheim zurück.

Besondere Atmosphäre

Als die Stadt Büdingen vor einigen Jahren den eigenen Neujahrsempfang aus dem Veranstaltungskalender gestrichen hatte, um Kosten zu sparen, organisierte der Heimat- und Bürgerverein kurzerhand den Düdelsheimer Empfang. In dem in den vergangenen beiden Jahren unterbrochenen Reigen der traditionellen Veranstaltungen am Jahresanfang ist die Düdelsheimer Ausgabe eine Besonderheit. Es geht dort immer etwas lockerer und humorvoller zu, als bei anderen Empfängen.

Dazu trägt nicht zuletzt ein Quiz bei, das fester Teil des Programms ist. Lisa Hinkel, Gerald Duda und Stefan Simon waren gefordert, knifflige Fragen zu Düdelsheim zu beantworten. Unter anderem sollten sie die Höhe der Steinern, des Düdelsheimer Hausbergs, und die Länge des Kanalnetzes nennen.

Traditionelle Elemente wie ein Jahresrückblick und Grußworte ergänzen das Programm. Wenk freute sich, dass er nach zwei Jahren Unterbrechung wieder viele Gäste, auch aus der Kernstadt und anderen Stadtteilen, begrüßen konnte. Neben Stadtverordnetenvorsteher Dieter Jentzsch, der Ersten Stadträtin Katja Euler und Bürgermeister Benjamin Harris war auch dessen Vorgänger Erich Spamer nach Düdelsheim gekommen.

Harris lobte, dass »Dilsem« ein Vorbild für ein funktionierendes Gemeinwesen und Bürgersinn sei. Die Düdelsheimer achteten nicht nur gegenüber der Verwaltung und in der Politik darauf, dass ihre Interessen und Rechte gewahrt werden. Sie engagierten sich auch dafür, dass ihr Dorf lebenswerter wird. Der Heimat- und Bürgerverein sei ebenso wie dessen Empfang ein Ergebnis dieses Engagements.

Bürgersinn, Zusammenhalt und persönliche Kontakte betonte auch Andreas Wenk. Sein mit aussagekräftigen Bildern unterlegter Jahresrückblick umfasste drei Jahre und ließ das Publikum miterleben, wie sich durch die Pandemie schlagartig der Alltag veränderte. Kaum waren die stärksten Auswirkungen der Pandemie überwunden, verursachte der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine Energiemangel, Inflation und die nächste Krise.

Folgen des Klimawandels

Die deutlich sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels sprach Wenk ebenfalls an. Dazu blickte er unter andererm auf die Hochwasserkatastrophen des Jahres 2021 zurück. Er würdigte den tagelangen Einsatz der Feuerwehren und die bemerkenswerten Leistungen beim Aufräumen und den Sanierungsarbeiten nach der Flut. Dabei lobte er auch den großen Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft. Er appellierte an Politik und Verwaltung, zukünftig für einen besseren Schutz vor Hochwasser zu sorgen.

Was ist für 2023 geplant?

Auch Ortsvorsteher Ramon Franke sprach in seinem Grußwort die Düdelsheimer Eigenheiten an. »Für Außenstehende kommen so manchmal seltsam anmutende, aber für Düdelsheim sehr passende Lösungen zustande.« Franke erinnerte an die Arbeiten und Investitionen im größten Büdinger Stadtteil in den vergangenen Jahren, die oft auch durch ehrenamtliches Engagement möglich wurden. Für das laufende Jahr kündigte er als wichtige Maßnahmen unter anderem den Neubau des Netto-Marktes im Gewerbegebiet Else, die Sanierung der Hauptstraße und den Ausbau des Glasfasernetzes an.

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