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»Die Arbeit hat Spaß gemacht«

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Als Dank für ihre Dienste erhält Henrike Strauch Blumen von Stadtverordnetenvorsteher Dieter Jentzsch. © Petra Ihm-Fahle

Büdingen (ihm). Mit einem Blumenstrauß verabschiedete Büdingens Stadtverordnetenvorsteher Dieter Jentzsch (CDU) jetzt Erste Stadträtin Henrike Strauch. Die offizielle Verabschiedung der Sozialdemokratin steht am Freitag, 4. März, noch bevor, aber es war die letzte Stadtverordnetensitzung der Ersten Stadträtin, die ab Februar Bürgermeisterin der Gemeinde Glauburg ist.

»Ich danke Ihnen im Namen der Stadt für die geleisteten Dienste und die übernommene Verantwortung«, sagte Jentzsch. Die Versammlung quittierte die Überreichung der Blumen mit herzlichem Applaus.

Strauch bedankte sich für die gute Zusammenarbeit in dem Gremium in den vergangenen sechs Jahren. »Ich habe viel gelernt über Menschen, Kollegen und Abläufe und dabei festgestellt, dass Einzelkämpfer ganz selten zum Zug kommen«, sagte sie. Erfreulicherweise gab es aus ihrer Sicht auch nachhaltige Teamerfahrungen und das Gefühl, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. »Und so kann ich sagen: Ein gut funktionierendes parteiübergreifendes Gremium, wie es der Magistrat ist, ist für die Kommune, die Stadt und ihre Menschen gut und wichtig.«

Diskurs, Debatten und Demokratie

Wie Strauch konstatierte, ist es schade, dass die Büdinger Verhältnisse manchmal die überwiegende Einvernehmlichkeit im Parlament verdeckten. Denn die Mehrheit der Anträge werde geschlossen verabschiedet. »Demokratie lebt vom Diskurs und die Debatten in der Stadtverordnetenversammlung haben eine wichtige Funktion für die Meinungsbildung der Bürgerinnen und Bürger in dieser Stadt«, betonte sie. Die Stadtverordnetenversammlung sei kein »Abnick-Verein« oder »Ja-Sager-Klub«. Das sei sehr positiv. »Oft werden Entscheidungen sehr ausführlich diskutiert und die Abgeordneten machen es sich nicht einfach mit ihren Beschlüssen.« Wie die scheidende Erste Stadträtin einräumte, gab es auch aus ihrer Sicht Entscheidungen, die sie akzeptieren musste, obwohl sie das Thema anders sah. Gleichwohl sei die Zusammenarbeit mit den Fraktionen immer fair gewesen.

Strauch unterstrich, mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu gehen. »Ich habe Freundschaften geschlossen, viele schöne Momente erlebt und die Arbeit hat Spaß gemacht.« Dennoch freue sie sich, nun zurück in ihre Heimat zu gehen und ihre Arbeitskraft dort einzusetzen. »Aber ich weiß auch, dass ich weiterhin mit der Stadt Büdingen zusammenarbeiten werde und auch darauf freue ich mich.«

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