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»Radfahrer brauchen gute Wege, damit sie diese auch annehmen«

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Ortstermin: Sabine Schubert und Volker Ebert (Gemeinde Altenstadt, 3. u. 2. v. r.) dem Bauunternehmer Wolfgang Fey (2. v. l.), dem verantwortlichen Ingenieur Ulrich Weber (l.) und Ortsbeiratsmitglied Bernd Schneider (r..). © Jürgen W. Niehoff

In dieser Woche wurde mit dem Ausbau des Radweges zwischen Rodenbach und Lindheim begonnen. 80 Prozent der Kosten in Höhe von knapp 290 000 Euro trägt der Bund.

Altenstadt (jwn). Das Radwegenetz in und um Altenstadt wird kontinuierlich ausgebaut. In dieser Woche wurde mit dem Ausbau des Radweges zwischen Rodenbach und Lindheim begonnen.

Der Weg am Ende von Rodenbach, bisher ein reiner Schotterweg, wird sowohl von Radfahrern als auch von Wanderern gern genutzt und soll nun auf einer Länge von 612 Metern asphaltiert und ausgebaut werden. Außerdem wird er an den in unmittelbarer Nähe verlaufenden Vulkanradweg angebunden. Durch den Ausbau wird das Angebot für Radfahrer in der Wetterau weiter verbessert. »Wir müssen auch den Radfahrern bessere Wege bieten, damit sie diese annehmen und vom Auto nicht nur in ihrer Freizeit aufs Fahrrad umsteigen«, erklärt Sabine Schubert. Sie ist im Altenstädter Rathaus zuständig für das Radwegenetz in der Gemeinde.

Bund zahlt 80 Prozent

287 300 Euro soll der Ausbau kosten, wobei der Bund in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen den größten Anteil von 220 500 Euro, das sind 80 Prozent der Kosten, über das Sonderprogramm »Stadt und Land« übernehmen wird.

Nach der Devise »Deutschland wird Fahrradland« soll bis zum Jahr 2023 über dieses Programm die Rekordsumme von 1,46 Milliarden Euro für den Ausbau der Radwege bundesweit zur Verfügung gestellt werden. Das Land Hessen steuert aus seinem Landeshaushalt weitere 73,5 Millionen Euro hinzu. »Die Verkehrswende, besonders im Rad- und Fußverkehr, findet vor Ort statt. Ich rufe deshalb die Kommunen dazu auf, diese Chance jetzt zu ergreifen und mit mutigen Schritten voranzugehen«, hatte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) bei der Bekanntgabe des Programms die Kommunen zum Mitmachen ausgerufen.

Und die Gemeinde Altenstadt hat diese Chance genutzt. Auf drei Meter Breite wird der Radweg nun ausgebaut und dient der Verbesserung der Verbindungen im Alltagsradverkehr nach Lindheim sowie im Freizeitverkehr in Richtung Vulkanradweg/ Bahnradweg.

Auch der Umweltschutz kann sich freuen, denn entgegen der ursprünglichen Planung wird der Weg nicht mehr so tief ausgebaggert.

»Wir sparen so immerhin 800 Kubikmeter Aushub und vermeiden damit den Ausstoß von 25 Tonnen CO2«, verrät Ulrich Weber aus Ortenberg, verantwortlicher Ingenieur für Bauplanung und Bauleitung.

Ende Juni soll der Weg fertig sein

Mit der Ausführung der Arbeiten ist die Firma Frey aus Haiger betraut. »Wenn das Wetter mitspielt und wir keinen Dauerregen bekommen, werden wir wohl in fünf bis sechs Wochen, also Ende Juni mit den Baumaßnahmen fertig sein«, gibt sich Wolfgang Frey zuversichtlich.

Auch Bauamtsleiter Volker Elbert scheint mit dem Bauvorhaben zufrieden zu sein: »Denn je besser und sicherer die Radwege sind, umso größer ist die Lust, auf das Fahrrad zu steigen.«

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