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Oberau erhält ersten Kunstrasenplatz im Sportkreis Büdingen

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Von: Jürgen W. Niehoff

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Auf dem Gelände des bisherigen Hartplatzes soll der neue Kunstrasenplatz entstehen. © Jürgen W. Niehoff

Vier Jahre Beharrlichkeit haben sich ausgezahlt. Spätestens im Herbst rechnen die Sportfreunde Oberau mit der Bespielbarkeit ihres neuen Kunstrasenplatzes, dem ersten im Sportkreis.

Oberau (jwn). Vier Jahre Beharrlichkeit haben sich für den Fußballverein Sportfreunde Oberau ausgezahlt: In diesem Jahr erhalten sie ihren Kunstrasenplatz.

Es ist nicht nur in Altenstadt der erste Fußballverein, auf dessen Gelände noch in diesem Jahr ein Kunstrasenplatz angelegt wird, sondern die Sportfreunde Oberau sind im gesamten Sportkreis Büdingen die Ersten, die über diesen Vorteil verfügen. »Ein Hartplatz birgt nämlich ein hohes Verletzungsrisiko für die Spieler. Mit dem Umbau zum Kunstrasenplatz werden in Oberau nun Trainings- und Spielbetrieb das ganze Jahr über möglich sein, und zwar mit minimierten Verletzungsrisiko«, wie die Landtagsabgeordnete Kathrin Anders (Grüne) bei der Bekanntgabe der Fördermittel in Höhe von 200 000 Euro durch das Land Hessen vor Kurzem mitteilte.

Kunstrasenplätze standen bisweilen in der Kritik, aufgrund der Verwendung von Kunststoffgranulat. So auch im Altenstädter Parlament vergangenen Herbst, als es um die Zustimmung der Gemeinde zur Neuanlage ging. Um den Umbau des Fußballplatzes so ökologisch sinnvoll wie möglich zu gestalten, darf das Granulat nicht als Einstreu verwendet werden. Durch die Nutzung alternativer Füllstoffe ohne Kunststoff, wie etwa Sand, wird der Eintrag von Kunststoffpartikeln in die Umwelt deutlich reduziert.

Spart Trinkwasser

Da der Kunstrasenplatz eine geringere Pflege als ein Rasenplatz erfordert, können hier durch geringere Bewässerung zudem Trinkwasser-Ressourcen gespart werden bei gleichbleibender Spielqualität.

Die Zustimmung der Gemeinde war deshalb entscheidend, weil sie die Umbaumaßnahmen von insgesamt 1,4 Millionen Euro finanziert. Der bund fördert den Umbau mit 400 000 Euro, die direkt an die Kommune fließen. Das Land Hessen hingegen unterstützt den Verein Sportfreunde Oberau beim Umbau des Tennen- oder Hartplatzes zum Kunstrasenplatz sowie den Neubau eines Kunstrasenkleinfelds mit besagten 200 000 Euro. Diese Mittel leitet der Verein dann weiter an die Kommune.

»Wir haben im Vorfeld mit allen Fußballvereinen in Altenstadt zusammengesessen und am Ende Einigung erzielt, dass ein Kunstrasenplatz nur in Oberau sinnvoll ist«, berichtet der Vorsitzende der Sportfreunde Oberau, Thomas Haas. Die Plätze in Lindheim und Höchst seien ausgefallen wegen möglichen Hochwassers, die in Altenstadt wegen der geplanten Umgehungsstraße und die in Heegheim und Rodheim, weil dort keine Jugendarbeit mehr betrieben werde. Den Sportfreunden Oberau gehören derzeit rund 380 Mitglieder an, darunter 180 Jugendliche in 14 Jugendmannschaften. In deren Altersklassen D bis A spielen bereits Jugendliche aus den Vereinen SSV Lindheim, FSG Altenstadt und Sportfreunde Oberau. »Jugendliche wählen heute ihren Fußballverein nach der Qualität der Trainingsmöglichkeiten aus. Und deshalb ist ein Kunstrasenplatz so wichtig für uns«, erklärt Haas.

Bespielbar ab Herbst

Aber auch die beiden Herrenteams, eines spielt in der Gruppenliga Frankfurt-Ost, das andere in der Kreisliga Büdingen, freuen sich auf den neuen Platz. Denn ihr normaler Rasenplatz ist im Winter nicht bespielbar. »Die Zusage der Fördermittel durch das Land war ein richtig schönes Weihnachtsgeschenk«, freut sich der Vorsitzende deshalb auch. Bis zum Herbstbeginn soll der Kunstrasenplatz fertig sein, sehr zur Freude der Spieler. Auch Teams anderer Altenstädter Sportvereine dürfen dann den Platz mitbenutzen.

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