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Gelungene Kooperation von Diakonie Wetterau und »Oase« Altenstadt

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Von: red Redaktion

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Jürgen Sessner von der Oase (l.) und Sarah Kempen von der Diakonie Wetterau übergeben die neuen Fahrräder an Mehdi Sadat und seine Familie (auf dem Foto zwei seiner Söhne). © pv

Einer sechsköpfigen Familie aus Hirzenhain zu mehr Mobilität zu verhelfen, das schafften die Diakonie Wetterau und das Projekt »Oase« Altenstadt jetzt gemeinsam mit einer Fahrradspende.

Altenstadt/Hirzenhain (red). Glücklich verlässt Familie Sadat aus Hirzenhain die Fahrradwerkstatt in Lindheim, wo die sechsköpfige Familie mit Fahrrädern ausgestattet wurde. Zu verdanken ist das einem Zusammenspiel der Beratungsstelle Nidda der Diakonie Wetterau und der »Oase«, einem Projekt der Bürgerstiftung Altenstadt. Spendengelder von Bürgerinnen und Bürgern an die Diakonie Wetterau können ganz direkt als Einzelfallhilfe eingesetzt werden - in diesem Fall für den Aufwand der »Oase«-Fahrradwerkstatt für die sechs Fahrräder.

Familie Sadat lebt schon seit einigen Jahren in Hirzenhain vom Gehalt des Familienvaters und dem Kindergeld. Vater Mehdi Sadat ist im acht Kilometer entfernten Gedern in Vollzeit im Schichtdienst beschäftigt und war in der Vergangenheit ausschließlich auf öffentliche Verkehrsmittel und Taxis angewiesen. Denn einen eigenen Führerschein besitzt er nicht. Kein Kraftfahrzeug in der Familie zu haben, beschränkt die Möglichkeiten - auch für die Kinder. »Ich kenne die Familie Sadat seit mehreren Monaten und habe beschlossen, zu helfen«, berichtet Sarah Kempen, Mitarbeiterin der Allgemeinen Lebensberatung der Diakonie Wetterau. Sie knüpfte Kontakt mit Werner Fröhlich von der Fahrradwerkstatt der »Oase« und besprach mit ihm, welche konkreten Möglichkeiten es gibt, die Familie in ihrer Lage unterstützen zu können.

»Obwohl es in der Satzung der Stiftung ausdrücklich heißt: Bürger für Bürger in Altenstadt, können, wie im vorliegenden Fall, Ausnahmen sinnvoll sein. Hier konnte die Kooperation zwischen Diakonie und ›Oase‹ in einer Notlage pragmatisch und zeitnah helfen«, erklärt Werner Fröhlich.

Die vier Kinder testeten glücklich ihre neuen Fahrräder im Hof der Lindheimer Werkstatt und freuen sich, ab sofort schnell und ganz unkompliziert beispielsweise das Schwimmbad im nahen Ortenberg erreichen zu können. Sarah Kempen freut sich: »Dies ist ein schönes Beispiel, wie mit gemeinsamen Kräften die Teilhabe am sozialen Leben für die gesamte Familie verbessert werden kann.«

Bei einem ersten Besichtigungstermin in der Fahrradwerkstatt hatten sich alle Familienmitglieder vor drei Wochen geeignete, wertige Räder ausgesucht, die in den vergangenen Tagen vom Team der Fahrradwerkstatt verkehrssicher instand gebracht wurden und nunmehr zur Abholung bereitstanden.

Einen überschaubaren finanziellen Anteil hat Familie Sadat aus Eigenmitteln gegeben. »Somit haben wir eine Win-Win-Situation für alle. Besser könnte diese Geschichte nicht zu Ende gehen«, bilanziert Kempen.

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