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Verdi ruft erneut zu Warnstreik an Frankfurter Uniklinik auf

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Von: Niklas Hecht

Verdi
Ein Beschäftigter trägt bei einem Warnstreik eine Warnweste von Verdi. © Tom Weller/dpa/Symbolbild

Vor der nächsten Verhandlungsrunde um einen neuen Tarifvertrag ruft Verdi rund 4.000 nichtärztlichen Beschäftigten an der Uniklinik Frankfurt zum Warnstreik auf.

Frankfurt - An der Uniklinik in Frankfurt wird erneut gestreikt. Das gab die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch (28. September) in einer Pressemeldung bekannt. Nachdem Verdi die rund 4.000 nichtärztlichen Beschäftigten am Uniklinikum bereits Ende August vor der zweiten Verhandlungsrunde für einen neuen Tarifvertrag zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen hatte, soll nun, vor der nächsten Gesprächsrunde, erneut gestreikt werden.

Der Streik soll am Donnerstag (29. September) mit der Frühschicht beginnen und am Freitag mit der Spätschicht enden, teilte die Gewerkschaft mit. Die Streikbereitschaft der Beschäftigten in den kommenden beiden Tagen sei laut Verdi hoch. Die Beschäftigten hätten bereits mehrfach eindrucksvoll gezeigt, so Verdi-Verhandlungsführer Georg Schulze, dass sie bereit seien, für ihre Forderungen notfalls auch mit Streiks einzustehen. Die Notfallversorgung bleibe aber in jedem Fall gewährleistet.

Warnstreik an Frankfurter Uniklinik: Verdi fordert mehr Personal und verbesserte Ausbildungsbedingungen

Verdi will mit dem Warnstreik den Druck auf die Arbeitgeberseite vor der nächsten Verhandlungsrunde am Freitag erhöhen. „Gute Patientenversorgung erfordert mehr Personal und verlässliche Personalbesetzungen in allen Bereichen der Uniklinik“, zitierte die Gewerkschaft in der Mitteilung ihren Verhandlungsführer Georg Schulze.

Konkret fordert Verdi verbindliche, in einem Tarifvertrag festgelegte Mindestpersonalvorgaben in allen Arbeitsbereichen, verbesserte Ausbildungsbedingungen, mehr Stellen in allen Arbeitsbereichen der Frankfurter Uniklinik und Ausgleiche für Arbeit in Überlastungssituationen. Nach der letzten Verhandlungsrunde hatten sich die Gewerkschaft und die Arbeitnehmerseite nicht auf einen Tarifvertrag einigen können. (Niklas Hecht)

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