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Verdächtiger Fund am Flughafen Frankfurt: Lufthansa-Flug bekommt Startverbot

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Von: Erik Scharf

Eine Lufthansa-Maschine muss am Flughafen Frankfurt nach einem Fund an der Gepäckkontrolle vorerst am Boden bleiben. (Symbolfoto)
Eine Lufthansa-Maschine muss am Flughafen Frankfurt nach einem Fund an der Gepäckkontrolle vorerst am Boden bleiben. (Symbolfoto) © Lu Yang/Imago

Im Handgepäck einer Geschäftsfrau taucht am Flughafen Frankfurt eine scharfe Waffe auf. Ein Lufthansa-Flug kann deswegen nicht abheben. Die Erklärung der Frau gibt Rätsel auf.

Frankfurt – Eine Geschäftsfrau aus Köln hat am Montag (28.02.2022) für einen größeren Einsatz der Polizei am Flughafen Frankfurt* gesorgt. In ihrem Handgepäck entdeckten Assistenten an der Luftsicherheitskontrolle eine Schusswaffe mit Munition. Das teilte die Bundespolizei am Flughafen in Frankfurt* am Dienstag (01.03.2022) mit.

Die Polizei nahm die 54-Jährige fest. Allerdings gab sie laut Angaben der Polizei keine plausible Erklärung für die scharfe Waffe mit sieben Schuss Munition (Kaliber 9mm) ab. Gegenüber den Beamten sagte sie, dass möglicherweise ihr Lebensgefährte Eigentümer des Handgepäckstücks sei.

Flughafen Frankfurt: Polizei durchsucht nach Waffenfund Wohnungen in Köln und Hamburg

Aus Sicherheitsgründen überprüfte die Bundespolizei im Anschluss die Passagiere des Lufthansa-Fluges* nach München um 13.15 Uhr, den auch die Frau aus Köln gebucht hatte. Die betroffenen 92 Fluggäste wurden seitens der Fluggesellschaft auf eine spätere Maschine nach München umgebucht, die gegen 18 Uhr vom Flughafen Frankfurt abhob.

Noch am Montagabend durchsuchten Beamte die Zweitwohnung der Frau in Köln sowie eine gemeinsame Wohnung mit ihrem Lebensgefährten in Hamburg. Wie die Polizei mitteilte, stellte sich bei den Ermittlungen heraus, dass der Lebensgefährte der Frau der Besitzer der Waffe im Handgepäck ist. Der Mann gab in einer ersten Befragung an, dass er die Schusswaffe der Marke SigSauer vor über zehn Jahren illegal erworben hatte.

Weshalb die Lebensgefährtin die Waffe mit auf Geschäftsreise bei sich führte, ist weiterhin Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Gegen beide Personen wurden Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. (esa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Ein Flugzeug aus Moskau zum Flughafen Frankfurt kommt dort nach den Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs nie an.

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