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Hochstaplerin erschleicht sich mit Juristenjob bei Frankfurter Bank 150.000 Euro

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Zwei Jahre lang führte eine 35-Jährige eine Privatbank in Frankfurt an der Nase herum. Dann wurde der Chef misstrauisch.

Frankfurt - Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen eine Frau erhoben, die sich mit gefälschten Abschlusszeugnissen einen gut bezahlten Job bei einer Privatbank in Frankfurt erschwindelt haben soll. Der 35 Jahre alten Frau werden schwerer Betrug und Urkundenfälschung vorgeworfen, wie Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag (9. September) mitteilte.

Im März 2018 soll die Frau die mittels Farbkopierer hergestellten Fälschungen beim Vorstellungsgespräch vorgelegt haben. Demnach hatte sie an der Universität Hamburg einen Bachelor-Abschluss mit dem Prädikat „Sehr gut“ erlangt und auch erfolgreich an einer Pariser Universität Jura studiert.

Frankfurt
Die Skyline ist auch ein Symbol für Frankfurts Bankenwirtschaft. © Uli Deck/dpa

Hochstaplerin bezieht Super-Gehalt in Frankfurter Privatbank

Zwei Jahre war die Beschuldigte laut Niesen für ein monatliches Bruttogehalt von 5700 Euro bei der Privatbank tätig. Der Bild zufolge arbeitete sie als Wirtschaftsjuristin im Bank- und Kapitalmarktrecht. Im Laufe dieser Zeit aber kamen offenbar Zweifel an ihren Leistungen auf, die ihre Vorgesetzten zu Recherchen veranlassten. Nach dem Ende der mutmaßlich erschwindelten Zusammenarbeit belief sich der Schaden durch das zu Unrecht gezahlte Gehalt auf 154.500 Euro.

Laut Niesen ist die 35-Jährige geständig. Wann der Prozess gegen die mutmaßliche Hochstaplerin vor dem Amtsgericht Frankfurt stattfindet, steht noch nicht fest. In Haft kam derweil Anfang August ein Mann, der sich als Flugkapitän ausgab. Ins Flugzeug stieg der Betrüger zwar nicht. Aber er zog mit seinen Tricks den Opfern in Frankfurt reihenweise das Geld aus der Tasche. (red/dpa)

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