Jetzt schon ein Mitfavorit
30.07.2010 - NIDDA
Wetzlar hat große Ziele - Waldgirmes auf dem Zettel - Frisches Konzept in Fernwald
Bayern Alzenau und der SC Waldgirmes sind die Top-Favoriten, wenn man den Experten der konkurrierenden Vereine glauben mag. Das zeigt auch den Stellenwert, den Mittelhessens Fußball mitlerweile in Hessens höchster Amateurliga erreicht hat. Der Elf von Thorsten Krick trauen die Klassenkameraden gerade deshalb so viel zu, weil die Mannschaft derweil eine über Jahre kontinuierlich gute Arbeit leistet, mit gutem Unterbau, funktionierendem Umfeld, einem Trainer, der für solides Arbeiten steht und immer wieder überraschend starke Auftritte zu verantworten hat.
Neue Wege beschreitet dagegen der FSV Fernwald, der mit Daniyel Bulut als Trainer und dem Ansinnen, auf lange Sicht viele heimische Nachwuchskräfte zu integrieren, ein Wagnis eingeht, dem nur Erfolg zu wünschen ist. Spielerverpflichtungen aus dem (teuren) Frankfurter Raum sollen einem Mittelhessen-Konzept weichen, das beim Blick auf die aktuellen Neuzugänge bereits erste Früchte trägt. Gespannt darf man dabei sein, wie der bis dato bei der TSG Wieseck im Jugendbereich erfolgreich tätige Bulut den Sprung zu den Senioren schafft. Auch unter dem Aspekt, dass gerade in der Hessenliga ordentlich Erfahrung nötig ist auf der Trainerbank.
Genug Erfahrung auf der Bank, im unmittelbaren Umfeld und auf dem Platz hat der nächste mittelhessische Klub, die Eintracht aus Wetzlar. Der Verein aus Gießens Nachbarstadt, gerade aufgestiegen, macht keinen Hehl daraus, dass auf Sicht die Hessenliga nicht das Ende der Fahnenstange sein soll. Stefan Lottermann und Claus-Peter Zick am Rande der Bande, Matthias Hagner auf dem Feld. Die Eintracht bringt Erfahrung mit - und Kenntnisse der Profi-Szene. Die Verpflichtungen von Claudius Weber und Stephan Kling erweitern das Spektrum aus dem bezahlten Fußball.
Bei Wetzlar jedenfalls ist Qualität vorhanden für mehr als den selbst angegebenen Mittelfeldplatz. Die Eintracht ist zweifelsohne ein Mitfavorit.(rd)