Letztlich besiegt, aber psychisch gestärkt
03.02.2012 - ALTENSTADT
Kreisliga A: VfL Altenstadt im Derby gegen Tabellenführer am Ende nervös
(red). Das Basketball-Herrenteam des VfL Altenstadt musste in eigener Halle die Punkte dem Tabellenführer der Kreisliga aus Gelnhausen überlassen, wobei das Spiel in den letzten Sekunden an Spannung kaum zu überbieten war. Am Ende hieß es 62:63 aus Sicht der Altenstädter
Der Spieltag stand ganz im Zeichen der Abschiebung des armenischen VfL-Mannschaftskameraden Mamikon Sogamanian,
VfL Altenstadt - BC Gelnhausen II 62:63
für dessen Rückholung schon seit sechs Wochen auf allen Ebenen gekämpft wird. So wurde den zahlreichen Zuschauern kurz vor Spielbeginn eine bemerkenswerte Powerpoint-Präsentation Benny Becks über die vergangenen Ereignisse gezeigt.
Die Gators um den noch verletzten Coach Quentin Faust starteten im Namen ihres fehlenden Teamkameraden fulminant in die Begegnung und gewannen das 1. Viertel überraschend mit 14:11. Im 2. Viertel kippte der Spielverlauf dann zu Gunsten der Gäste, so dass man mit 31:34 in die Halbzeit ging.
Nach relativ ausgeglichenem 3. Viertel drehten die Gators das Tempo über den Point Guard David-York Jahnke in der Endphase noch einmal hoch. Die schnellen Flügel Niko Eiselt und Benny Beck glänzten durch einige sehenswerte Aktionen und Anspiele auf die beiden Center German Bloedorn und Ika Dudic. Letzterer stach immer wieder durch gute Rebound-Aktionen ins Auge und avancierte erstmalig zum Topscorer mit 14 Punkten. Dass es trotzdem nicht für einen durchaus möglichen Sieg reichte, lag an der schlechten Freiwurfquote von unter 20 Prozent sowie an den schwachen Nerven in der letzten Minute. Hier hatten drei verschiedene Gators die Möglichkeit, aus kurzer Distanz zu punkten, verfehlten den Korb jedoch jedesmal knapp. So waren die Gäste froh über den Sieg, die Gators natürlich enttäuscht. Sie gehen allerdings psychisch gestärkt durch diese gute Leistung in die kommenden wichtigen Spiele gegen die Tabellennachbarn.
VfL Altenstadt: Ika Dudic (14 Punkte), Niko Eiselt (13), German Bloedorn (12), David-York Jahnke (10/1), Benny Beck (7), Christian Schunck (4), Paul Pirzer (2) und Kai Dietzmann.