Bummelspaß für die ganze Familie
07.09.2010 - NIDDA
(ih). Prächtiger Sonnenschein lockte die Menschen am Sonntag zum Herbstmarktgelände rund um das Bürgerhaus in Nidda. Besucher bummelten durch die Innenstadt mit ihren verkaufsoffenen Geschäften, strömten in Scharen über den Kram- und Vergnügungsmarkt, unterhielten sich prächtig im Festzelt beim Showtanzwettbewerb.
Für Alt und Jung, Groß und Klein hatte dieser schöne Markttag reichlich zu bieten: An dutzenden Ständen wurden Kleidung, Heimtextilien, Gürtel und Accessoires, Spielzeug, Musik-CDs und Schmuck feilgeboten. Für alle, die einen Haushalt zu führen haben, entfaltete sich ein wahres Eldorado: Messer und Kochgeschirre, Fertigsuppen, Gewürze und Tee, Pflanzen und Gartendekorationen, Haustierbedarf, Kachelöfen, Staubsauger, Markisen, Naturgesundheitsprodukte, Kurzwaren, sogar ganze Wurstpakete gab es zu erstehen. Dazu Putz- und Reinigungsutensilien, darunter in Funk- und Fernsehwerbung Angepriesenes, in allen Ausführungen und Spielarten, dass man auf die Idee kommen konnte, das bisschen Haushalt erledige sich doch ganz spielend fast von selber.
Wer sich auf der Suche nach einem neuen Kochtopf, einem schicken Gürtel, einem hübschen Schmuckstück stärken wollte, hatte die Auswahl zwischen Fischbrötchen, Pizza, Crepes, Döner, Nierenspieß, Würstchen, Antipasti und Forellen. Den Aromen von gebrannten Mandeln, Popcorn oder Zuckerwatte konnten große wie kleine Naschkatzen kaum widerstehen. Kinder und Jugendliche fühlten sich von Autoscooter, einem Actionsimulator, Breakdance sowie diversen Kinderkarussells wie magisch angezogen. Schieß- und Wurfbuden waren ebenso belagert wie die Stände mit den heliumgefüllten Ballons, die in Form von Elfen und Prinzessinnen die Augen kleiner Mädchen zum Leuchten brachten.
Sechsköpfige Jury
Derweil fand im großen Zelt ein spannender Wettkampf statt, den die Ulfaer Showtanzgruppe „Streetgang“ bereits zum zweiten Mal ausrichtete: einen Showtanzwettbewerb. Acht Gruppen präsentierten ihre Programme und stellten sich der sachkundigen sechsköpfigen Jury, als da waren der Assistent des Ballettdirektors am Stadttheater Gießen, Jeremy Green, die Vorsitzende des Faschingsclubs Ulfa, Sonja Arnold, der langjährige Tänzer Robin Stadtfeld, die Musik- und Tanzlehrerin der Haupt- und Realschule Nidda, Ute Hensel, Tanzlehrer und Wertungsrichter im Berufsverband deutscher Tanzlehrer, August Wehrheim und die Diplom-Gymnastiklehrerin Heike Schaefer. Unter den gestrengen Augen der Wertungsrichter tanzten die Gruppen „Soul System“ (Hungen), „Solaris“ (Gusbach), „Adventures“ (Reinhardshain), „Girls Go Wild“ (Langsdorf), „Impulse“ (Bad Nauheim), „Junkets“ (Dillhausen), „Black Out“ (Leihgestern) und „No Rules“ (Harbach). Die Themen waren breit gefächert, vielfach mit sehr populärer Musik unterlegt und reichten von Fluch der Karibik, Tanz der Vampire bis zu Best of Michael Jackson. Allein die teilweise bemerkenswerten Masken und Kostüme wären bereits eine Prämierung wert gewesen.
In einem ersten Durchgang wurden die vier Gruppen mit der höchsten Punktzahl ermittelt, die in einem Stechen noch einmal gegeneinander antraten. Und dann wurde es richtig spannend: Auf Platz vier landeten die Langsdorfer „Girls Go Wild“, auf Platz drei die Dillhäuser Junkets. Die beiden anderen Finalisten waren „Soul System“ und „Black Out“, die im vergangenen Jahr bereits auf Platz eins beziehungsweise Platz zwei gelandet waren. Würde es „Black Out“ jetzt gelingen, sich vor die Konkurrenz zu setzen? Nach dem ersten Durchgang hatten die Hungener einen Punkt Vorsprung vor den Leihgesternern gehabt. Im zweiten Durchgang allerdings zeigten die Hungener Mädels eine enorme Leistungssteigerung und legten ganze 49 Punkte zu. Uneinholbar für „Black Out“, die sich wiederum mit dem zweiten Platz zufrieden geben mussten. Und so durften die Hungener ihr originelles Siegerprogramm „Master of the Puppets“ ein drittes Mal zeigen. Und auch jetzt hatte das Publikum Freude an der stringenten Geschichte, der tollen tänzerischen Leistung, den durchdachten Kostümen, der großen Ausstrahlung und Souveränität der Truppe. Neben den Geldpreisen und Pokalen für die drei Erstplatzierten gab es noch eine besondere Überraschung: Der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des Gießener Stadttheaters versprach den Siegern die Teilnahme an einem professionellen Tanztraining, die Zweit- und Drittplatzierten dürfen einen Tag lang einen Blick hinter die Kulissen des Theaters werfen. „Ein Preis, der auch der gastgebenden Truppe ,Streetgang‘ viel Freude gemacht hätte“, sagte Tänzer und Trainer Florian Graf, der gemeinsam mit Cindy Arnold den Wettbewerb moderierte. Stattdessen erfreuten die Ulfaer das Publikum mit ihrem Tanz „Glam Punk“ als Unterhaltungseinlage außer Konkurrenz.