Der Tag, an dem Lilly nicht mehr nach Hause kam
20.10.2010 - GLAUBERG
Von Andrea Schinzel
Für Katzenbesitzer ist das plötzliche Verschwinden des Haustieres oft ein Alptraum - Tierfänger sind nur schwer zu fassen
Uta Eichenauer vom Tierschutzverein Büdingen weiß ebenfalls nichts von aktuellen Fällen. Der Verein, der im Findörfer Hof bei Düdelsheim sein Domizil hat, hat vielmehr mit ausgesetzten Katzen ein Platzproblem. Gerade ältere Tiere werden dem Halter zur Last „Vielleicht weil ihm die Kosten für den Tierarzt zu hoch sind“, zieht sie ein Fazit über ihre Beobachtungen. Zur Problematik verschwundener Katzen weiß sie aus eigener Erfahrung zu berichten. „Wenn eine Katze angefahren wird, verkriecht sie sich irgendwo im Gebüsch. Die finden Sie dann nicht“, sagt die Tierschützerin. Ihre eigene Katze, die sie vermisste, kam nach einigen Wochen abgemagert und hinkend wieder nach Hause.
Macht es Sinn, bei der Polizei eine Anzeige zu erstatten, wenn man den Verdacht hat, dass Katzenfänger hinter dem Verschwinden von Katzen stecken? Nur wenn man auch konkrete Hinweise, wie beispielsweise ein Autokennzeichen oder Beschreibungen verdächtiger Personen hat, heißt es dazu bei der Polizei.
Für Nancy König bleibt nur die Hoffnung, dass Lilly irgendwann doch wieder vor der Tür steht. Es kommt immer wieder vor, dass Katzen versehentlich in einem Gartenhäuschen beim Nachbarn oder einem weniger genutzten Raum in der Nachbarschaft Ruhe suchen und vom Besitzer beim Abschließen nicht bemerkt werden. Diese Erfahrungen und Erlebnisse wissen Katzenbesitzer immer wieder zu berichten.
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