Sind Büdinger mit der Politik zufrieden?
08.09.2010 - BÜDINGEN
Kaum lösbar erscheint das Finanzproblem der Stadt. „Im Haushalt gibt es keinerlei Spielräume“, stellte Cott fest. „Der Überziehungskredit von neun Millionen Euro ist ständig ausgereizt. Die Stadt wird handlungsunfähig.“ Vor allem, wenn die derzeit niedrigen Zinsen wieder ansteigen. Die Grünen hätten immer versucht, mit dem Bürgermeister konstruktiv zusammenzuarbeiten. „So lange das geht“, schränkte Cott ein. Spamer, dem ein Delegationsproblem attestiert wurde, solle sich auf wichtige Punkte wie die Vermarktung der Kaserne oder das Aufstellen des Haushalts konzentrieren. Neue Strukturen zu setzen und Leitungsfunktion wahrzunehmen seien Aufgaben des Bürgermeisters, nicht alles selbst zu machen.
Und wie viel Zeit und Arbeit bedeutet die Mitarbeit im Stadtparlament? „Anfangs drei bis vier Stunden pro Woche, wenn man durchblicken will“, wies Cott die grobe Richtung. Allerdings kann sich der Zeitaufwand schnell erhöhen. Zu den monatlichen Stadtverordnetenversammlungen kommen Ausschüsse mit ganz unterschiedlichem Zeitbedarf und Sitzungen der Eigenbetriebe und Kommissionen. Man kann je nach Interesse und Bereitschaft viel Zeit und Kraft in die Kommunalpolitik investieren. Aber: „Man wird auch nicht dümmer. Und es macht Spaß“, lautete am Ende das Fazit von Klein.
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