Auf Suche nach der "goldenen Pille"
09.02.2010 - ECKARTSHAUSEN
Fremdensitzung in Eckartshausen mit flottem Can Can des Fußballerballetts - Begeisterndes fast fünfstündiges Programm
(hwo). Ein fast fünfstündiges Programm erwartete die Besucher der Fremdensitzung im schön geschmückten Bürgerhaus in Eckartshausen am vergangenen Samstag. Veranstalter war wieder die Chorgemeinschaft Germania Eckartshausen unter der Leitung von Hiltrud Schwarzbach und eröffnet wurde das bunte Programm von den "Fantastischen 10".
Diese Tanzgruppe der "Minis" im Kindergartenalter hatte schon richtig Rhythmus im Blut und erhielt viel Applaus für ihre Leistung. Nicht zum ersten Mal als Türkin stand Wilma Wiltheiß in der Bütt. Sie hat inzwischen einen deutschen Mann und einen deutschen Pass und findet, dass "Deutschland beste Land von Welt - bei nix Arbeit trotzdem Geld".
"Bembelsänger" Edgar Hessler weiß, wie man die Narren zum Mitsingen und Schunkeln bringt. Ihn hielt es im ersten Teil des Programms auch nicht auf der Bühne, er stellte sich auf einen Tisch und dann ging's rund. Peter Reichert, Sitzungspräsident des zweiten Programmteils - durch den ersten führte als Präsidentin Rotraud Pradler - kam als "Feuerwehrmann" in voller Montur mit Helm. Ihm wurde fast so heiß wie den echten Kollegen beim Einsatz.
"Analystin" Carina Knoch verglich die Arbeitsweise von polnischen und deutschen Handwerkern, wobei die einheimischen nicht gut abschnitten. Das Gesangsduo Helmut Mohn und Monika Meurer, die auch Akkordeon spielte, wurde bei seinen selbst verfassten Stimmungsliedern noch von Reinhold Mäser am Bass begleitet. Köstlich das "Prinzenpaar" Hiltrud Schwarzbach und Ortsvorsteher Willi Schierhorn mit der goldenen Klobürste. Beide waren nicht so recht zufrieden mit dem Partner und drückten dies auch deutlich aus.
"Wir schreiben das Jahr 2038 - in der Eckartshausener Fussballmannschaft gibt es fast ausschließlich Frauen und nur noch zwei Männer. Diese sind für das Waschen der Trikots und das Reinigen der Kabinen verantwortlich" - so begann eine rasante Schau der "Fußballerinnen", bei der es um die Suche nach der "goldenen Pille" ging, die dringend für einen Sieg benötigt wurde. Das Training der "Damen" war ein flotter Can Can, bei dem die Beine ordentlich hoch flogen.
Nach der Pause behauptete die gut ausgepolsterte Regina Felden im immer wieder kehrenden Refrain "ich hab mich 1000 Mal gewogen, und ich war 1000 Mal entsetzt. Die Pfunde kamen angeflogen und ham sich an mir festgesetzt!" Dorothee und Helmut Mohn ließen das Publikum musikalisch an ihren jahrzehntelangen Ehe-Erfahrungen teilnehmen, und "Liesbettche" alias Rotraud Pradler hatte eindeutig Mut zur Hässlichkeit. Ihren Worten nach hatte sie nur Pech mit Männern - ihr erster war ihr weggelaufen und der zweite leider geblieben.
Bei "Bembelsänger" Edgar Hessler machten die Besucher auch im zweiten Teil prima mit, auch wenn er diesmal auf der Bühne blieb. Frank Otto kam zwar als "Garderobier", sein Vortrag ging aber eher "quer durchs Leben". Treffend seine Vergleiche aus seiner Kindheit mit dem "modernen Kind", das einem dann doch eher bedauernswert vorkam.
Grandioser Abschluss mit vielen Akteuren war "Eckartshausen sucht das Supertalent". Natürlich saßen "Dieter, Sylvie und Bruce" in der Jury, die mit herrlichen Sprüchen die Talente bewerteten. Und "Bruce" kamen hin und wieder doch die Tränen, obwohl er "heute bestimmt nicht weinen wollte". Den Zuschauern standen eher die Lachtränen in den Augen.