2000 Brillen für Menschen in Eritrea gesammelt
30.07.2010 - GIESSEN-RÖDGEN
Arbeiterwohlfahrt Rödgen lobt Spendenbereitschaft
(pbr) In etwa jeder Zweite in Deutschland trägt eine Brille. Als ständiger Begleiter leistet sie oftmals unschätzbare Dienste. Und doch, nach einigen Jahren muss eine Neue her. Doch was macht man mit der Alten?
Sie spenden? Nein, an wen auch? Zum Beispiel an die Bewohner Eritreas. Weit über 2000 Brillen hat die Arbeiterwohnfahrt (Awo) Rödgen im Mai und Juni gesammelt. 2000 Brillen, die in Gießen nicht mehr gebraucht werden und für viele Bewohner Eritreas von unglaublichem Wert sind. Der Erfolg sei überwältigend. Sechs Kartons voller Brillen und gut erhaltener Etuis seien in den jeweils drei Sammelstellen in Rödgen und Gießen gesammelt worden. „Ich danke allen Spendern und den freiwilligen Helfern recht herzlich“, sagte Dieter Geißler, Ortsvorsteher Rödgens und Vorsitzender der Awo. Ralf Naujoks und Haben Ghebretinsae aus Eritrea nahmen die Brillen in Empfang. Seit mehreren Jahren ist Naujoks für das Eritrea-Hilfswerk ehrenamtlich tätig. „Auf meinen Reisen in Eritrea erkannte ich schnell den Mangel an medizinischen Hilfsmitteln, vor allem an Brillen fehlt es dort“, sagte der Allgemein- und Sportmediziner.
Zusammen mit der Awo Rödgen entstand die Idee der Brillensammlung. Die Brillen werden in Containern nach Eritrea gebracht und dort von norwegischen Optikern gemessen und je nach Sehschwäche passend an die Menschen verteilt - selbstverständlich kostenlos, wie Ralf Naujoks betont. Bereits vor einigen Jahren fand die Aktion schon einmal statt. Auch damals mit großem Erfolg.