Drei Jugendliche im Visier der Ermittler
04.02.2012 - GIESSEN-RÖDGEN
Nach Schüssen auf Bus leitet Polizei Strafverfahren ein
(vob). Die Kriminalpolizei hat nach den Schüssen auf einen Linienbus in Rödgen aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung drei Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren aus dem Landkreis Gießen ermittelt. Dabei ergab sich ein dringender Tatverdacht gegen einen 15-Jährigen. Er soll für die Abgabe der Schüsse verantwortlich sein. Wie der Anzeiger berichtete, waren am Donnerstag vergangener Woche um 17.45 Uhr in der Langen Ortsstraße mehrere Schüsse in die Scheiben des gerade anfahrenden Busses eingeschlagen.
Der 44-jährige Fahrer erlitt einen Schock und befindet sich bis heute in ärztlicher Behandlung. Die drei Fahrgäste hingegen blieben unverletzt. Am Fahrzeug blieb ein Gesamtsachschaden von etwa 2500 Euro zurück. Am Donnerstag dieser Woche stellten Beamte der Kriminalpolizei während einer Wohnungsdurchsuchung bei einem 16-jährigen Jugendlichen die mögliche Tatwaffe sicher. Eine CO2-Gasdruckpistole vom Kaliber 4,5 Millimeter. Den 16-Jährigen und seinen 17-jährigen Bekannten nahmen die Ermittler vorläufig fest. Einen 15-jährigen Tatverdächtigen, der bereits wegen anderer Delikte in Erscheinung getreten ist, konnten die Beamten nicht antreffen. Er stellte sich der Polizei noch am Donnerstagabend.
Die Kriminalpolizei übergab die Jugendlichen in die Obhut der Erziehungsberechtigten und leitete Strafverfahren wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Verstößen gegen das Waffengesetz ein. Zur Motivlage und zur genauen Herkunft der Waffe können noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen dauern an.