Führung durch das Altenstädter Archiv
20.10.2010 - ALTENSTADT
Elisabeth Johann nimmt mit auf einen Streifzug durch die Geschichte der Großgemeinde
(pd). Was ist ein Archiv? Diese Frage wird Archivarin Elisabeth Johann am kommenden Donnerstag, 21. Oktober, ab 17 Uhr bei einer Führung durch das Altenstädter Gemeindearchiv beantworten. Treffpunkt ist in der Eberhardt-Passage. Veranstalter ist die Altenstädter Gesellschaft für Geschichte und Kultur.
Ein Kommunalarchiv übernimmt die Akten aus der Verwaltung, die für die laufenden Geschäfte nicht mehr gebraucht werden, und das seit Jahrhunderten. Das älteste Dokument im Altenstädter Archiv ist das erste Protokollbuch des Schöffengerichts Höchst, das 1539 beginnt. Das ältere Ordnungsprinzip für die Akten ist die Großherzoglich Hessen-Darmstädtische Registraturordnung von 1840 mit 27 Abteilungen. Hier finden sich zum Beispiel Dokumente zu Kirchen, Schulen, Landwirtschaft, Bauwesen, Feuerwehr und vieles mehr. Für jedes der fünf zur Großgemeinde gehörenden Dörfer bestand bis 1972 ein eigenes Archiv. Alle Archivalien sind verzeichnet in Inventarbüchern und Karteien; die neueren Zugänge auch zusätzlich im Computer.
Außer den Akten, die das Leben in einer Gemeinde nur ungenügend widerspiegeln, gibt es die „Zeitgeschichtliche Sammlung“, so zum Beispiel ein umfangreiches Presseausschnittarchiv mit den Abteilungen Topografie, Personen und Zeitgeschehen und eine Plakatsammlung. Es gibt eine Bücherei, die sowohl staatliche Herausgaben enthält, wie Bundesgesetzblatt und Staatsanzeigen, als auch heimatkundliche Veröffentlichungen wie die Herausgaben der Altenstädter Gesellschaft für Geschichte und Kultur, die Büdinger Geschichtsblätter und sämtliche Festschriften örtlicher Vereine. So gibt das Archiv Antworten auf Fragen zum Leben in der Gemeinde in alter und in neuer Zeit und insbesondere durch das Zeitungsarchiv sogar fast bis auf den heutigen Tag.