Die Punks der Ulfaer „Streetgang“ siegten
15.05.2010 - HÖCHST
Aufgeregte Kinder, fantasievolle Kostüme und teils akrobatische Choreografien - Showtanzwettbewerb in Höchst
(asl). Fantasievolle Gestalten in ebensolchen Kostümen tummeln sich in der Gymnastikhalle Höchst. Dorthin ist nicht etwa der Karneval zurückgekommen, sondern Schlossclub und VfB haben Tanzgruppen zu einem Showtanzwettbewerb eingeladen. Schon lange vor Beginn der Konkurrenz wuseln die jüngsten Teilnehmer aufgeregt hin und her und manche Trainerin hat ihre liebe Not, das Lampenfieber ihrer Schützlinge zu dämpfen. Da gilt es noch letzte Hand an die Schminke zu legen, Zöpfe zu flechten, Haare hochzustecken oder kleinere Änderungen am Kostüm vorzunehmen. Doch dann stehen sie im Rampenlicht ...
Den Auftakt gestalteten die zehn Mannschaften der Jugend I im Alter zwischen sechs und 14 Jahren. Vergessen war jede Nervosität und alle bewiesen ihr Können zu selbst ausgesuchten Themen wie „Flower Power“, „Hexen von Oz“, „Hairspray“ oder „Dschungelfieber“. Viel Mühe hatten sich Betreuer, Eltern und Trainer bei der Auswahl der Kleidung gegeben, die jeweils perfekt zum Thema passte. In dieser Altersgruppe siegten am Ende die „Schlüsselrappler“ aus Windecken mit Trainerin Susi Reul, die recht futuristisch mit Silberhaarperücken zum Thema „Game over“ - das Spiel ist aus - auftraten. Die „Sweet Diamonds“ des TSV Raunheim (Trainerin Sabrina Bonitz) belegten mit ihrem Tanz zu Pokerface und Love Story den zweiten Platz und die „Dance Girls“ aus Nidda, sie wirbelten als Piraten über die Bühne, kamen auf den dritten Platz. Die „Sunnys“ des KKV Glauburg (Trainerin Annette Rotter) belegten den vierten Platz.
Viel Arbeit hatten während des Wettbewerbs nicht nur die Helfer der beiden Höchster Vereine vor und hinter den Theken. Aufmerksamkeit und Konzentration waren von den Kampfrichterinnen gefragt. Tanja Wernig, Iris Reul, Anne Frank, Tanja Reul, Yvonne Wolf und Kathrin Ehlert bewerteten die Leistungen der Tanzgruppen und vergaben Punkte. Zu bewerten waren Ausstrahlung und Dynamik, die Choreografie, die Idee und der Aufbau eines Tanzes und natürlich die Synchronität, Fehler sowie der Schwierigkeitsgrad, unter anderem bei Drehungen, Sprüngen und Schritten.
Auf die Darbietungen der Jüngsten folgte die Jugend II im Alter von 16 und 17 Jahren. Den Wettbewerb entschieden „Smash“ vom TSV Gambach mit Trainerin Andrea Dilges und Tatjana Trenz, die mystisch zum Thema verhexter Sumpf tanzten. Den zweiten Platz belegten „Elixier“ der TSG Wörsdorf (Trainerin Aylin Eschenauer). Sie hießen ihr Publikum in Pünktchenkleidern und Petticots in den 60er Jahren willkommen. „Philomena“ des FCC Niddageister Florstadt (Samira Freitag, Isabel Unger) ließen die Puppen tanzen und wurden Dritter. Es folgte die Gruppe „Butterfly“ des ATC Bad Nauheim, die auch den Preis für das beste Kostüm einheimste. Die „Devils“ des KKV Glauburg wurden mit ihrem „James-Bond-Tanz“ Fünfter. Die beiden Jugendwettbewerbe wurden von Sofie Wolf und Johanna Lohfink moderiert.
Höhepunkt der Veranstaltung waren die Auftritte der Erwachsenen am Abend, die von Kathrin Andres moderiert wurden. Die Gruppen boten Showtanz vom Feinsten mit teils akrobatischen Hebefiguren. Dabei darf nicht vergessen werden, dass alles ein Hobby ist, indem jedoch viel Schweiß und Arbeit stecken.
Mit der „Streetgang“ aus Ulfa stand am Ende zwar ein Sieger fest, der damit seinen Titel aus dem Vorjahr sogar verteidigte. Doch verdient hätte es jede Gruppe gehabt. Die Ulfaer, trainiert von Florian Graf, wirbelten als Punks über die Bühne, so dass dem Publikum allein vom Zuschauen schwindlig wurde. Ruhiger, aber nicht weniger faszinierend, gingen es dagegen „Top secret“ des TUS Eberstadt mit ihrem Tanz zum Thema Atlantis an und wurden Zweiter. Auf den dritten Platz kam die Gruppe „Soulsystem“ des HCV Hungen. Ihre Idee, einen Teil der Gruppe als Marionetten an Fäden tanzen zu lassen, überzeugte das Kampfgericht.