Höchster Narrennachwuchs mischt den Saal so richtig auf
21.02.2012 - HÖCHST
Kindersitzung der Hiegster Laabsäck mit Büttenreden, Sketchen und viel Tanz
(hp). Tänze, Büttenreden und Sketche - die Kindersitzung der Hiegster Laabsäck ließ keine Wünsche offen. Gut zweieinhalb Stunden lang brannten die Akteure auf der Bühne der Höchster Gymnastikhalle ein Feuerwerk der guten Laune ab. Simon Pede und Carli Seitz führten durch den närrischen Nachmittag. Die beiden 13 und fast elf Jahre alten Jungen forderten Raketen als Belohnung für die Auftritte, verteilten Orden und sorgten für Ordnung, wenn es gar zu viel Trubel vor der Bühne gab.
Ihrer Ankündigung, „den Saal mal so richtig aufzumischen“, wurde mit dem unterhaltsamen Programm entsprochen. Nach dem Gardetanz der „Crazy Jumpers“, die von Renate Frischholz, Katharina Wiesenbach und Tanja Reul trainiert werden, folgte die erste Büttenrede. Jennifer Walther erklärte, was Pubertät ist. „Das ist, wenn Eltern anfangen schwierig zu werden.“ Schließlich bat sie einfach um Geduld, „denn daran sind nur die Hormone schuld“.
Beim Showtanz der „Magic Generations“ (Trainerinnen Kathrin Ehlert, Denise Kraft, Johanna Lohfink) tummelten sich kleine Leoparden auf der Bühne. Aus dem Mittelalter war Ritter Fips mit seinem Gefolge nach Höchst gekommen. Warum dieser samt Rüstung über die Brüstung stürzte und welche Lehren er daraus zog, stellten die beiden fünf Jahre alten Kjell Gredner, Fabian Wirth und der vier Jahre alte Mika Vetter in ihrem Sketch dar.
Anschließend erzählten Carli Seitz, Clemens Friesl, Ole Vetter und Rico Walther Anglerlatein. Sie waren für viel Geld nach Norwegen gefahren, um dann nur mit einem kleinen Fisch nach Hause zu kommen. „Der war ganz schön teuer, 5 000 Euro hat die Reise gekostet“, stellten sie fest und waren froh, dass sie nicht noch einen Fisch geangelt hatten ... In der Autowerkstatt trafen sich Emil Schlicht und Dennis Grund und fachsimpelten über runderneuerte Reifen. „Wir spielen Cowboy und Indianer“ hieß es danach, als die „Magic Minis“ - die Zwei- bis Sechsjährigen werden von Kathrin Ehlert, Denise Kraft und Johanna Lohfink trainiert - als kleine Squaws zu dem Faschingshit tanzten.
Selina Goretzki, Chiara Credner, Desteny und Jeremy Groh, Sarah Stenzel, Kathi Rehde und Katharina Gerlach nahmen ihr Publikum mit in eine Deutschstunde. „Schule ist wichtig wie der Mist für die Pflanzen“, so ihre Meinung. „Wir sind Schüler von heute in einer Schule von gestern mit Lehrern von vorgestern, die mit Methoden aus dem Mittelalter auf das Leben von morgen und übermorgen vorbereitet werden“, erklärte die Gruppe.
Nach einer Pause begeisterten die „Magic Generations“ mit einem Gardetanz. Felix Friesl erzählte von seinen Erlebnissen während der Fahrt zur Schule. Mit einem von Renate Frischholz einstudierten Showtanz rissen Frieda Schlicht und Maike Frischholz das Publikum vor Begeisterung von den Stühlen. Dann traten Carli Seitz, Rico Walther und Ole Vetter ans Mikrofon und berichteten von der Jugendfeuerwehr. Sie seien am Wissen über die Feuerwehr „brennend interessiert“. Sie zählten Einzelheiten aus der Dienstvorschrift 0815 auf. Außerdem werde ein Jugendbetreuer gesucht, für aufgeweckte Jugendliche in undichten Zelten.