„Wir brauchen 4 000 Ausbildungsplätze“
04.01.2011 - MAIN-KINZIG
André Kavai und Sascha Raabe setzen sich bei Landes- und Bundesregierung für Förderung der Altenpflegeausbildung ein
(gt). Bei einem Besuch im Aus- und Fortbildungsinstitut für Altenpflege in Rodenbach informierten sich der Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe und der Kreisbeigeordnete Dr. André Kavai über eine Unterschriftenaktion der Altenpflegeschüler.
Im Rahmen der von Kavai gestarteten Kampagne „Pflege in Not“ hatten die Schüler der Altenpflegeschule mehr als 500 Unterschriften für den Weiterbestand und die Ausweitung des „WeGebAU“-Programms zur Förderung der Umschulung zum Altenpfleger gesammelt. Raabe kündigte an, die Unterschriftenliste zusammen mit einem eigenen Brief der zuständigen Bundesministerin für Arbeit, Ursula von der Leyen, zu überreichen. „Es liegt in unser aller Interesse, mehr Menschen für dieses sichere Berufsfeld zu gewinnen, um die Versorgung pflege- und hilfsbedürftiger Menschen auch in Zukunft sicherzustellen“, so Raabe.
Auch André Kavai warnte vor einem Pflegekollaps für den Fall, dass die notwendigen Schritte gegen den Fachkräftemangel in der Altenpflege nicht umgesetzt werden und erklärte: „Es bedarf einer ganzen Reihe von Maßnahmen, um es nicht so weit kommen zu lassen. Ich habe daher auch schon das hessische Sozialministerium angeschrieben und die Aufhebung der Begrenzung der durch das Land geförderten Altenpflegeschulplätze von 3 500 gefordert.“ Angesichts der im Hessischen Pflegemonitor prognostizierten Entwicklungen sei es dringend nötig, die geförderten Altenpflegeschulplätze auf jährlich mindestens 4 000 aufzustocken. Zusätzlich bedürfe es aber auch einer Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Altenpflege, um die Versorgung alter Menschen auch in Zukunft sicherzustellen. „Pflege in Not - Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel in der Altenpflege“ ist das Motto der regionalen Kampagne im Main-Kinzig-Kreis, die für die Altenpflege wirbt und mehr Menschen für dieses Berufsfeld gewinnen will. Weitere Informationen hierzu unter www.pflege-in-not.eu.