Gartenbauverein besuchte den Klostergarten in Fulda
ALSFELD (P). Für die Mitglieder des Alsfelder Obst- und Gartenbauvereins und die Gäste war der Besuch des Klostergartens und der Stadt Fulda ein großes Erlebnis. Zu Beginn ihres Vortrages sagte Schwester Christa, dass schöne Sitzecken in jeden Garten gehörten. Jener 2000 Quadratmeter große Garten existiere seit 1626. Angebaut wurde vor allem Obst und Gemüse für die Klostergemeinschaft. Sie selbst sei 1976 in den Orden eingetreten. Ihr unterliege die Bewirtschaftung des Gartens. Die Erträge seien gering gewesen.
Ihre erste Aufgabe sei es gewesen, den Boden mit Humus zu versorgen. Die Bearbeitung erfolge nach biologischen Richtlinien. Giftige Sprühmittel kämen nicht zum Einsatz. Angebaut würden vor allem krankheitsresistente Pflanzen. Nur Biojauchen, zum Beispiel aus Brennnessel, würden, falls notwendig, verwendet. Vieles hätten sie in den letzten Jahren schon ausprobiert.
Zur Herstellung von Kompost habe sich ein Kräuterpulver bewährt. Es gebe im Garten verschiedene Bereiche. Einen nachgebildeten Bauerngarten, aber nicht mit Buchs, sondern mit Kräutern eingefasst, eine Obstwiese, einen Wildkräutergarten und natürlich einen Kräutergarten. Diese Kräutergärten gebe es schon seit dem 10. Jahrhundert. Die lange Trockenheit habe auch ihnen zu schaffen gemacht. Die Zisternen seien leer. Dennoch, viele Pflanzen, auch die Bäume, die einen starken Behang zeigten, benötigten Wasser. Es müsse abgestanden sein. Mulchen habe sich sehr gut bewährt.
Keine Schnecken
Besonders Mangold habe die Trockenheit gut überstanden. Schnecken gebe es im Garten keine. Der ganze Garten zeigte sich in einem leuchtenden Gelb, bedingt durch die Königskerzen, deren Blüten einen sehr guten Hustentee ergäben und die verschiedenen Variationen des Sonnenhutes (Rudbeckia). Am Nachmittag hatten die Reiseteilnehmer die Möglichkeit den Schloss- und Dahliengarten sowie den Dom oder Innenstadt zu besichtigen. Auffallend war der hervorragende Blumenschmuck.