(fm). Die Misere beginnt kurz vor den Sommerferien. Jedes Jahr. Auch diesmal landen in der Urlaubszeit wieder besonders viele Tiere im Gießener Tierheim. „Gefundene und angeblich gefundene“, sagt Angela Achenbach-Heinzerling, Vorstandsmitglied im Tierschutzverein (TSV) Gießen und Umgebung. Neben „wahnsinnig vielen Katzen und Katzenbabys“ werden auch Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Wellensittiche, andere Vögel und sogar Ratten an der Vixröder Straße 16 abgegeben. Wobei das Wort „abgeben“ nicht wirklich zutrifft. Denn die allermeisten „Fundtiere“ werden außerhalb der Öffnungszeiten, vornehmlich nachts, einfach in die Schleuse am Eingang gestellt. Mit oder ohne Körbchen, in kleinen Kisten und Kartons. Und gewöhnlich ohne nähere Informationen, ob und gegebenenfalls welche Impfungen vorgenommen wurden.